(Auf steinigem Weg)
(Strophe 1)
Im ersten Licht verließ ich das Haus,
der Morgen schwieg, mein Herz war weit,
kein Gold im Beutel, kein Eid zuhaus,
nur Fernweh, Mut und Einsamkeit.
Ich zog hinaus, die Welt zu sehn,
auf fremden Pfaden, fremdem Grund,
ich wollt’ die Liebe finden geh’n,
ein Wir, ein Band, ein treuer Bund.
(Pre-Refrain)
Doch jeder Traum, den ich verlor,
schlug mir sein Echo in das Ohr.
(Refrain)
Ich zog aus, um die Welt zu kennen,
um Liebe, Treue, Zusammenhalt,
doch lernte ich auf stein’gen Wegen
den harten Preis vom bloßen Erhalt.
Was blieb von all den hellen Schwüren,
die einst mein Herz so stolz entbrannt?
Nur Sehnsucht blieb mir tief im Innern,
wie Asche, die noch Wärme kann.
(Strophe 2)
Ich sah, wie Brüder neben mir
im Schlamm der Schlachten unterging’n,
für Worte, Banner, Macht und Gier,
die längst der Wind davongetragen.
Wir hielten Stand, wir hielten aus,
auch wenn der Tag kein Morgen fand,
denn wer nichts hat als seinen Schwur,
der stirbt nicht still – doch Stück für Stück, verbrannt.
(Pre-Refrain)
Der Weg war steil, das Ziel so fern,
doch umgekehrt – das konnt’ ich nie.
(Refrain)
Ich zog aus, um die Welt zu kennen,
um Liebe, Treue, Zusammenhalt,
doch lernte ich auf stein’gen Wegen
den Kampf um jeden Rest von Halt.
Was blieb von all den hellen Schwüren,
die einst mein Herz so stolz entbrannt?
Nur Sehnsucht blieb mir tief im Innern,
mein letzter, unbeugsamer Brand.
(Bridge (ruhiger, halbiert))
Vielleicht ist Liebe nur ein Licht,
das man von Weitem heller sieht,
und wer ihr folgt, der merkt es nicht,
wie sie im Nebel langsam flieht.
Doch trag ich sie in mir wie Narben,
die mehr bedeuten als der Sieg,
denn ohne sie wär ich nur Schatten,
kein Mensch, der fühlt, kein Lied, das blieb.
Letzter Refrain (groß, Chor möglich)
Ich zog aus, um die Welt zu kennen,
und fand mich selbst im Widerstand,
nicht jede Liebe bleibt bestehen,
doch jede formt ein Herz aus Brand.
Und bleibt mir nur die tiefe Sehnsucht
als Zeichen meiner Lebensbahn,
so trag ich sie wie Banner weiter,
bis ich den letzten Weg getan.
(Outro (langgezogen)(
Der Weg war hart, der Traum vernarbt –
doch ich bereu’ ihn keinen Tag.