(Der Trunkene Ritter)
(Strophe 1 )
Am alten Tor der Feste, wo der Wind die Fahnen wiegt,
sitzt Roderich der Ritter, der einst gegen Schatten siegt.
Die Rüstung liegt vergessen, der Helm im feuchten Gras,
und in der Hand ein Krug, der ihm zum Schicksal wurde, das.
(Refrain )
So singt ein leises Lied für ihn, den müden, stolzen Mann,
der mehr als tausend Schlachten schlug und doch nicht ruhen kann.
Die Welt wird still um Roderich, der Nachtwind trägt sein Wort:
„Ich kämpfte gegen alles – nur der Met, der trug mich fort.“
(Strophe 2 )
Er spricht von alten Tagen, von Treue, Mut und Pflicht,
von Freunden, die gefallen, und vom vergess’nen Licht.
Die Flamme in der Feuergrub’ wirft Schatten auf sein Kleid,
als würd’ sie ihm erzählen von vergangner, stolzer Zeit.
(Refrain )
So singt ein leises Lied für ihn, den müden, stolzen Mann,
der mehr als tausend Schlachten schlug und doch nicht ruhen kann.
Die Welt wird still um Roderich, der Nachtwind trägt sein Wort:
„Ich kämpfte gegen alles – nur der Met, der trug mich fort.“
(Bridge )
Und wenn der Morgen graut, dann hebt er schwer den Blick,
als suchte er im Himmel nach dem Weg zu sich zurück.
Doch wenn die Barden spielen und ferne Hörner schrein,
dann steht er auf und lächelt – und bittet um den Wein.
(Finaler Refrain )
So singt ein leises Lied für ihn, den müden, stolzen Mann,
der niemals ganz verloren ist, so sehr er’s glauben kann.
Wir tragen seine Lieder fort, von Ort zu Ort, durchs Jahr –
von Roderich, dem Ritter, der einst ein Held war – und noch war.