(Titel: „Unter fremdem Banner“ )
(Strophe 1)
Im Tal der schweigenden Lieder,
wo der Wind keine Namen mehr kennt,
gehen wir Schritt um Schritt durch die Schatten,
weil man hier für Träume brennt.
Die Häuser flüstern von früher,
von Tanz und von hellem Klang,
doch heut hängt die Angst in den Gassen
wie Nebel, so kalt und so lang.
(Refrain)
Wir sind das Volk aus Staub und Zeit,
doch man raubt uns Wort und Kleid.
Unsre Stimmen trägt kein Wind,
weil sie hier verboten sind.
Wir sind das Volk, doch ohne Macht,
verloren in der ew’gen Nacht.
(Strophe 2)
Die Herren thronen auf Lügen,
mit Kronen aus goldenem Schein,
sie nennen die Fesseln „Ordnung“
und unsre Tränen „klein“.
Ein Kind fragt leise im Dunkeln:
„Vater, was heißt denn frei?“
Der Vater schaut in die Ferne
und sagt nur: „Nicht hier, nicht dabei.“
(Refrain)
Wir sind das Volk aus Staub und Zeit,
doch man raubt uns Wort und Kleid.
Unsre Stimmen trägt kein Wind,
weil sie hier verboten sind.
Wir sind das Volk, doch ohne Macht,
verloren in der ew’gen Nacht.
(Bridge)
Doch tief im Herz schlägt eine Geige,
die keiner zum Schweigen bringt,
und leise, ganz leise im Innern
wächst ein Lied, das weiter singt.
Aus Angst wird irgendwann Mut,
aus Flüstern ein klarer Ton,
dann fällt auch der Thron aus Schatten,
aus Staub wird ein neuer Lohn.
(Letzter Refrain)
Wir sind das Volk aus Licht und Zeit,
niemand nimmt uns Wort und Kleid.
Unsre Stimmen trägt der Wind,
weil wir wieder Menschen sind.
Wir sind das Volk, jetzt stark und wach,
das Morgen folgt auf jede Nacht.