(Strophe 1)
Sie sitzen auf den Stufen, hören den Streit der Erwachsenen,
man redet über Zukunft, doch keiner meint die, die sie leben sollen.
Jedes Wahlplakat schreit Versprechen in die Nacht,
aber wenn’s um Kinder geht, wird plötzlich ganz leise gemacht.
Man kämpft um Macht, um Zahlen, um irgendein Prestige,
doch kein Politiker sieht, dass ein Kind schon bei Wind bricht.
Während sie Debatten führen, die niemand mehr versteht,
steht ein Junge an der Ampel und fragt sich, wohin die Welt geht.
(Pre-Refrain)
Und sie denken, Kinder merken nichts –
doch Kinder merken alles.
(Refrain)
Sie schreien ohne Stimme,
und keiner hört hin.
Man sieht sie nur im Hintergrund
und nennt es „familiär bestimmt“.
Die Zukunft wird verhandelt,
aber sie sitzen nicht am Tisch.
Die Kleinen tragen später alles,
doch heute sind sie unsichtbar, vergessen, ausgelöscht.
(Strophe 2)
Da ist ein Mädchen, das fragt, warum Schulen wie Ruinen sind,
warum in Klassenzimmern Winter herrscht, wenn draußen Sommerwind.
Da ist ein Junge, der nachts hellwach liegt,
weil die Welt draußen brennt und niemand ihm Sicherheit gibt.
Politik redet von Struktur, von Wirtschaft und System,
aber keiner sieht das Kind im Bus, das weint und sagt „Tut weh“.
Man schützt Grenzen, man schützt Banken, man schützt Prestige und Macht,
doch wer schützt die, die keine Lobby haben – die, die man nicht befragt?
(Pre-Refrain)
Sie sagen, Kinder seien die Zukunft –
und tun so gut wie nichts dafür.
(Refrain)
Sie schreien ohne Stimme,
und keiner hört hin.
Man sieht sie nur im Hintergrund
und nennt es „familiär bestimmt“.
Die Zukunft wird verhandelt,
aber sie sitzen nicht am Tisch.
Die Kleinen tragen später alles,
doch heute sind sie unsichtbar, vergessen, ausgelöscht.
(Bridge)
Vielleicht braucht’s keine Revolution,
nur endlich offene Augen.
Vielleicht reicht ein Land,
das seine Kinder nicht vertröstet, sondern glaubt.
Denn wer heute weggesehen wird,
lernt später, selbst wegzusehen.
Und dann wiederholt sich alles,
bis irgendwann nichts mehr steht.
(Refrain – intensiv)
Sie schreien ohne Stimme,
doch irgendwann schreien sie laut.
Dann wird man merken,
dass man ein ganzes Volk aus Kindern aufgebaut.
Man hat sie ignoriert, verdrängt,
und ihnen kaum was zugetraut.
Doch aus den Kleinen werden Große,
und dann hält niemand sie mehr auf.
(Outro)
Die Welt gehört den Kindern,
ob wir wollen oder nicht.
Wer sie heute vergisst,
der verliert morgen das Licht.