Bratan, ich komm’ rein in die Nacht wie ein Schatten, den keiner hier fängt.
Lacker reden irgendwas, doch keiner von denen hält Stand, wenn der Wind sich wendet.
Ich lauf’ durch die Blocks, wo die Fenster dunkel sind und nur der Asphalt spricht,
wo du lernst, dass Loyalität selten ist und ein falscher Schritt dein Genick zerbricht.
Ich hab’ Brüder, die würd’ ich niemals verkaufen, egal wie viel jemand auf den Tisch legt,
während Lacker für’n bisschen Applaus in der Story direkt ihre Seele weggeben.
Ich bleib’ stabil, Digga, Herz eiskalt, Taschen warm, Blick durch Beton,
kein Fake-Move, kein Schauspiel, nur Straße und ein Hunger, der alles verschlingt, was kommt.
Ich hab’ Nächte erlebt, die man keinem erzählt, weil sie tiefer schneiden als Worte,
bin gerannt vor Problemen, bis ich gelernt hab, sie frontal zu brechen wie Pforten.
Jede Narbe ein Kapitel, jede Träne ein Preis, Bruder, so läuft der Deal,
keiner gibt dir was umsonst, jeder Schritt ist Risiko, jeder Griff ans Ziel.
Ich kenn’ die Jungs, die sagen, sie wären hart – doch nur, wenn die Kamera läuft,
doch wenn’s ernst wird, bleiben sie stumm wie’n Stein, während jeder von meinen schreit.
Kaputte Träume in den Augen, doch wir tragen sie wie Scheine in den Taschen,
auch wenn die Welt uns fallen sehen will, stehen wir wieder auf und lassen sie crashen.
Ich seh’ die Lacker-Talks – jeder will König sein, aber keiner hat Krone verdient;
sie schreien laut, doch stehen nie da, wenn es kracht, jeder Move nur geliehen.
Ich geb’ Gas, Bratan, jede Stunde, jeder Takt wie Feuer im Blut,
Rap ist nicht mein Hobby, Digga, Rap ist das Messer, das schneidet, wenn alles ruht.
Ich bau’ Druck auf wie 808s, die den Boden zerreißen, wenn der Beat reinfällt,
und mein Flow macht die Straße nass, wie Regen, der auf kaputten Dächern zerschellt.
Ich brauch’ kein Luxusleben, kein Glitzer, keine Marken, die nur blenden,
ich brauch’ echte Menschen um mich, die mit mir durch jede Scheiße rennen.
Ich seh’ Verräter kommen, bevor sie überhaupt wissen, dass sie verraten,
ich hör’ die Lügen in den Stimmen, bevor sie ihre Sätze zu Ende atmen.
Ich hab’ gelernt, zu kämpfen, bevor ich gelernt hab, zu reden,
hab’ gelernt, zu verlieren, bevor ich gelernt hab, zu leben.
Und jetzt steh ich hier, mitten im Sturm, doch ich fall’ nicht um,
denn jede Last, die sie mir geben wollten, hab ich zu meinem Fundament umgebaut,
während Lacker immer noch träumen, sie wären was wert, doch keiner schaut.
Ich bin aus anderem Holz, Bratan, härter geschliffen vom Staub dieser Stadt,
und egal wie laut sie werden – ich bleib’ der, der diese Straße im Herz trägt, Tag und Nacht.