(Strophe 1)
Grauer Block, kaltes Licht in den Ritzen,
S-Bahn heult, Metall singt auf Schienen.
Neon stirbt flackernd im billigen Schein,
Münder offen, Geschichten nur Schrein.
(Pre)
Angst hockt mit, frisst vom selben Teller,
niemand fragt, was wirklich brennt heller.
Worte rauschen wie Sturm durch die Gassen,
bellen laut, bevor sie was fassen.
(Refrain)
Alt-Essen bellt – jeder kläfft, keiner hört,
Geschichten zerplatzen, der Beton bleibt kalt und verstört.
Dunkel drückt, der Lärm frisst die Nacht,
du kapierst es erst, wenn es dich selbst zerbracht.
Bellt mit – oder bleib stumm für immer stumm!
(Strophe 2)
Tante Hanne schreit um elf ins Telefon,
„Früher war’s besser!“ – dann heult sie schon.
Imbiss-Typ grillt, kennt jedes Gesicht,
doch den Namen vom Jungen – den kennt er nicht.
(Bridge)
Narben wie Medaillen, stolz zur Schau gestellt,
andere platzen still, wenn der Druck sie fällt.
Kein Doc kommt freiwillig in diese Gegend rein,
hier kurieren wir mit Kölsch und „Halt die Fresse, sei kein Fein!“
(Refrain – lauter, Double-Time-Vibe)
Alt-Essen bellt – jeder kläfft, keiner checkt,
Worte schneiden scharf, die Wände sind zu speck.
Dunkel drückt, der Krach zerfrisst den Verstand,
du verstehst den Dreck erst, wenn er dich selbst verbrannt.
Bellt mit – oder bleib stumm für immer stumm!
(Outro – langsamer, fast geflüstert)
Erst wenn du’s gelebt hast…
mit Haut und mit Schmerz…
bellst du mit.
Und hörst nie wieder auf.