Ihr denkt, er war ein Engel mit der weißen Puderpracht,
Der brav am Klavier sitzt und nur schöne Töne macht.
Ein braver Wunderknabe für den Kaiser und die Welt,
Der nur für die Sonaten lebt und nicht für nacktes Geld.
Doch vergesst den feinen Kitsch, die Wahrheit ist viel härter,
Der Typ war ein Genie, doch im Fluchen euer Wärter.
Wolfgang Amadeus, das war Party, Suff und Dreck,
Der soff den teuren Wein und fraß den anderen das weg.
Wenn er die Kohle hatte, flog sie aus dem Fenster raus,
Beim Billard und beim Kartenspiel im lauten Saufgelagehaus.
Er schrieb an seine Cousine Briefe voller Fäkalien-Mist,
Wo du dir heute denkst, ob das wohl euer Ernst jetzt ist.
Der hatte Dreck am Stecken, und das nicht zu knapp,
Der feine Herr von Salzburg machte alle Zeugen platt.
Hook
Amadeus, zieh den Stock aus deinem feinen Rock!
Du hattest auf die Etikette scheinbar keinen Bock!
Keine schöne Poesie, kein weichgespültes Licht,
Die Wahrheit über Mozart bricht dir heute das Gesicht!
Hör den Takt, hör den Bass, wie die Saiten jetzt zerreißen,
Man kann auf den Applaus der feinen Fürsten scheißen!
Strophe 2
Er schuldete den Kumpels und den Logenbrüdern Geld,
Hat jeden Cent verprasst, den er bekam auf dieser Welt.
Konstanze, seine Alte, war beim Luxus voll dabei,
Da gab es teure Kleider und ne Riesen-Schlemmerei.
Und hatte er mal Schulden bis zum Hals im tiefen Dreck,
Schrieb er geschwind ne Oper und die Gläubiger warn weg.
Er saß am Küchentisch bei Nacht, die Feder in der Hand,
Vollgepumpt mit Kaffee hat er Noten hingerannt.
Die Zauberflöte war für Vorstadt-Vagabunden nur gedacht,
Da wurde derbe abgefeiert und extrem gelacht.
Nix mit Hochkultur für die feine, reiche Brut,
In seinen wilden Adern brannte eine ganz andre Wut.
Er klaute bei den Kollegen die besten Melodien,
Und ließ sie dann im eigenen Glanz durch die Gassen ziehen.
Hook
Amadeus, zieh den Stock aus deinem feinen Rock!
Du hattest auf die Etikette scheinbar keinen Bock!
Keine schöne Poesie, kein weichgespültes Licht,
Die Wahrheit über Mozart bricht dir heute das Gesicht!
Hör den Takt, hör den Bass, wie die Saiten jetzt zerreißen,
Man kann auf den Applaus der feinen Fürsten scheißen!
Strophe 3
Salieri war es nicht, der ihn am Ende kaltgemacht,
Es war der eigene Lebensstil, der ihn ins Grab gebracht.
Mit Mitte dreißig war der Körper völlig abgerockt,
Weil er sein ganzes Leben lang nur Vollgas eingezockt.
Kein Geld mehr für ein Einzelgrab, ab in den Massenschlund,
So endete der größte und der wildeste Hund.
Die Maske war aus Puder, doch das Herz war voller Dreck,
Er ging vom Platz und ließ den ganzen Wiener Adel weg.
Also glaubt nicht an die Märchen aus dem alten Schulbuch drin,
Da steckte viel mehr Rock 'n' Roll in seinem Schädel drin.
Outro
Das Klavier brennt.
Der Vorhang fällt.
Kein Puder mehr.
Der Bass dröhnt schwer.
Mozart. Dreckig. Ende.