Im Himmel saß der Herrgott still,
weil er mal seine Ruhe will.
Da kommt der Petrus, leicht genervt,
und hat die Stirn schon ganz verschärft.
„Herr, ich hab da eine Frage,
die beschäftigt mich seit Tage.
Von all den Ländern, groß und weit,
warum die Eifel? Sag Bescheid!“
Der Herrgott grinst und lehnt sich zurück:
„Die Eifel war mein Meisterstück.
Ein bisschen Wald, ein bisschen Stein,
so soll ein ordentlicher Mensch doch sein.“
Petrus schüttelt seinen Kopf:
„Herr, da fehlt mir was im Topf.
Im Winter nass, im Sommer Mücken,
und Berge, die den Rücken drücken.“
Der Herrgott lacht: „Du siehst das falsch,
die Eifel hat noch Herz und Schmalz.
Da hilft man sich, da hält man Wort,
und läuft nicht gleich beim ersten fort.“
„Ja schön“, spricht Petrus, „das versteh ich,
doch manches dort begreif ich eh nicht.
Da fährt einer mit dem Traktor los,
obwohl sein Feld längst fertig bloß.“
„Der fährt“, spricht Gott, „nur mal zum Sehen,
ob die Nachbarn auch noch leben.
Und wenn er nichts Besonderes fand,
fährt er dieselbe Runde noch durchs Land.“
Da hört man plötzlich unten lachen,
als würden hundert Fässer krachen.
Der Teufel kommt rasend an
und ruft: „Jetzt bin ich auch mal dran!“
„Die Eifel? Herr, die kenn ich gut,
die raubt sogar mir manchmal Mut.
Ich schick Versuchung, Streit und Wein,
doch irgendwie fällt keiner rein.“
„Die trinken einen, lachen laut,
und haben mich dabei durchschaut.
Dann heißt es: Komm, setz dich dazu,
und plötzlich hab ich die lampe an in Nu !
Der Herrgott lacht, der Petrus nickt,
der Teufel hat verdutzt geblickt.
Da sprach der Herr: „Nun merk es dir,
genau deshalb gefällt sie mir.
Wo andere jammern Tag für Tag,
weil irgendwas nicht passen mag,
da sitzt ein Eifler an seinem Heim ,
und sagt: ‘Et hätt noch schlimmer sein.’
Und wenn die Welt mal untergeht,
der letzte Baum im Winde steht,
dann sitzt dort einer ganz allein
mit Kaffee und seinem Schwein!
Der schaut zum Himmel, grinst ganz breit:
‘Wat macht ihr für en Hektik heut?
Setzt euch erst hin, trinkt ein Bier,
dann reden wir mal weiter hier !