Ich hör seit Jahren nur:
„Wo bleibt die Liebe? Wo bleibt die Zeit?“
Doch keiner fragte jemals ehrlich:
„Sag mal… wie geht’s dir eigentlich?“
Du wolltest Nähe, Loyalität,
ein Mann der kämpft und niemals geht,
doch weißt du eigentlich wie oft ich selber
nachts an meinen Dämonen zerbrech?
Das, was du verlangt hast, wollte ich auch,
doch meine Gefühle standen immer im Rauch.
Ich hab gehofft, du siehst meinen Schmerz,
doch für mein Schweigen hattest du nie ein Herz.
Keine Frage wie’s mir geht,
keine Rücksicht wenn ich fall,
ich sollte funktionieren und stark sein,
während ich innerlich schon längst zerknall’.
Du sahst nur Fehler, nie den Kampf dahinter,
nie die Narben aus den kalten Wintern.
Nie die Stunden voller Selbsthass im Spiegel,
nie die Angst in meinem Innern.
Ich bin zum Psychologen gegangen,
hab Therapie gemacht um besser zu werden,
hab versucht mein Leben neu zu bauen,
zwischen Scherben und tausend Beschwerden.
Du weißt wie schwer Abstinenz wirklich ist?
Wie laut die Stimmen nachts noch schreien?
Wenn jeder Tag ein Kampf gegen dich selbst wird
und du trotzdem versuchst stark zu bleiben?
Doch statt einmal stolz auf mich zu sein,
kam nur Druck und noch mehr Streit.
Als wär mein Weg nichts wert gewesen,
als wär Heilung keine Kleinigkeit.
Wo war dein Verständnis für mich?
Wo war deine Geduld in der schweren Zeit?
Ich hab mich selbst bekämpft jeden Tag,
doch du sahst nur, was dir noch fehlt dabei.
Du fragst:
„Warum bist du kalt geworden?“
Weil irgendwann selbst Liebe erfriert,
wenn ein Mensch immer nur gibt
und dabei innerlich langsam stirbt.
Ich hab aufgehört zu reden,
weil Worte sowieso nichts brachten,
hab gelernt Schmerz runterzuschlucken
und nachts alleine wach zu bleiben.
Denn jedes Mal wenn ich gefallen bin,
kam kein „Ich bin da“ von dir,
nur Vorwürfe und leere Blicke,
als wär ich nie genug gewesen für dich.
Und glaub mir —
ich wollte dieser Mann sein,
der dir alles gibt was dir fehlt,
doch wie soll ein kaputtes Herz noch lieben,
wenn es selber nie Liebe erhält?
Du wolltest Verständnis für deine Wunden,
doch meine hast du nie erkannt,
ich lief durch Feuer nur für uns beide
und stand am Ende trotzdem allein im Brand.
Ich schwör, Therapie war kein einfacher Weg,
sich selbst anzusehen macht dich kaputt,
wenn du merkst wie viel Dunkelheit in dir lebt
und du trotzdem versuchst wieder Mensch zu sein mit Mut.
Aber keiner sieht die stillen Siege,
wenn du morgens nicht mehr aufgeben willst,
wenn du kämpfst gegen Sucht und Vergangenheit
und trotzdem weiter gerade stehen willst.
Stattdessen heißt es nur:
„Du bist nicht mehr wie früher.“
Ja vielleicht —
weil ich müde wurde immer nur zu funktionieren
für Menschen, die nie verstanden haben
wie sehr ich innerlich verliere.
Und jetzt hör gut zu…
Liebe heißt nicht nur nehmen,
nicht nur erwarten und verlangen,
Liebe heißt auch einen Menschen festzuhalten
wenn seine Seele angefangen hat zu schwanken.
Du wolltest, dass ich dich verstehe,
doch wer verstand jemals mich?
Wer sah die Tränen hinter meinem Lächeln