Wann hört das endlich auf?
Dieses Denken, dieses Kreisen …
Als würd mein Kopf nie schlafen gehen.
Nur Fragen, nur Bilder, nur Erinnerungen.
Und egal wie weit ich lauf …
ich komm immer wieder zurück zu dir.
(Part 1)
Wann schaltet sich mein Kopf aus?
Ich lieg wach bis morgens um vier
Frag mich, ob du gerade schläfst
Oder ob du wegen mir genauso erfrierst
Ob da jemand Neues ist
Der dir das gibt, was ich nie konnte
Ob jemand deine Hand jetzt hält
Während ich hier unten wohnte
In ’nem Loch aus Raum und Zeit
Wo Sekunden wie Jahre vergeh’n
Mein ganzes Leben rast vorbei
Doch ich kann nicht nach vorne seh’n
Drück auf Stop, will alles anhalt’n
Will die Bilder nicht mehr sehen
Doch der Film hat einen Glitch
Und alles beginnt wieder von vorn zu dreh’n
Dein Lachen in der Küche
Deine Augen voller Hoffnung
Und ich, wie ich danebensteh
Mit ’nem Herz voll kalter Ordnung
Du wolltest Liebe, wolltest Nähe
Ein Zuhause in Umarmungen
Doch ich war selber so zerbrochen
Voller Stille und Erwartungen
Denn wie gibt man Wärme weiter
Wenn man selbst seit Jahren friert?
Wie sagt man jemandem „ich liebe dich“
Wenn man sich selbst verliert?
(Hook)
Und jetzt red ich mit Schatten
Während die Nacht mich langsam frisst
Frag die Decke, ob du manchmal
Noch an meinen Namen denkst
Denn Liebe braucht zwei Menschen
Zwei Herzen, die sich wirklich seh’n
Wenn nur einer immer kämpft
Bleibt der andere irgendwann steh’n
Und ich versteh jetzt deine Tränen
Auch wenn’s viel zu spät passiert
Manchmal verliert man einen Menschen
Weil man nie gelernt hat, wie man liebt
(Part 2)
Die Wahrheit ist —
Es war nie nur meine Seite
Nie nur dein Schmerz gegen meinen
Wir waren zwei verletzte Menschen
Die versuchten sich zu halten
Während beide innerlich am Fallen war’n
Du hast so viel getragen
Mehr als ich damals verstand
Hast deine Trauer weggelächelt
Mit zitternder Seele und ruhiger Hand
Seit deine Oma von uns ging
War irgendwas in dir zerbrochen
Ich hab gesehen wie dein Licht verschwand
Doch wir haben nie wirklich drüber gesprochen
Du wurdest stiller jeden Tag
Und ich noch kälter als zuvor
Zwei Menschen in einem Zimmer
Doch irgendwie verlor’n
Du hast Liebe gegeben
Selbst wenn du selber keine hattest
Und ich nahm alles schweigend an
Weil ich dachte, dass du wartest
Wartest, bis ich irgendwann
Lerne Gefühle zu versteh’n
Doch Menschen geh’n kaputt dabei
Wenn sie immer nur danebensteh’n
Und vielleicht war ich nicht böse
Vielleicht einfach nur zu leer
Doch Leere kann auch Menschen brechen
Man merkt es meistens viel zu spät
(Bridge)
Jetzt sitz ich hier zwischen Erinnerungen
Und jede davon tut weh
Weil ich zum ersten Mal verstehe
Warum du irgendwann nicht mehr konntest geh’n
Du wolltest keinen Perfekten
Kein Schloss und kein Versprechen
Nur jemanden, der dich hält
Wenn die Gedanken dich zerbrechen
Doch ich war selber im Krieg
Mit Stimmen tief in meinem Kopf
Und hab nicht gemerkt, dass du
Zur selben Zeit ertrinkst