Ich sitz wieder allein mit Gedanken bis spät in die Nacht,
frag mich wie ein Mensch so viel geben kann, bis seine Seele zerbricht und keiner mehr lacht.
Du wolltest immer verstanden werden,
deine Schmerzen, deine Narben, deine Welt,
doch mich fragte nie jemand warum ich so geworden bin…
warum ein Teil von mir innerlich zerfällt.
Niemand fragte, was mich kalt gemacht hat,
warum ich manchmal schweige statt rede,
warum ich mich zurückzieh von Menschen,
wenn ich doch eigentlich nur Liebe bräuchte.
Du hast nur gesehen, dass ich mich verändert hab,
doch nie den Grund dahinter erkannt,
nie gesehen wie oft ich nachts geweint hab
mit dem Kopf gegen dieselbe Wand.
Das, was du verlangt hast, wollte ich auch…
Nähe, Verständnis, bisschen Frieden im Herz,
doch irgendwann hab ich aufgehört darum zu kämpfen,
weil von deiner Seite nichts mehr kam außer noch mehr Schmerz.
Keine Frage wie’s mir geht,
kein „Bist du okay?“ wenn ich zerbreche,
nur Vorwürfe, Distanz und Erwartungen,
während ich innerlich mit mir selbst spreche.
Du wolltest Liebe…
doch Liebe ist mehr als nur nehmen.
Liebe heißt auch sehen,
wenn der andere kaum noch Kraft hat zu leben.
Ich hab Therapie gemacht,
bin zum Psychologen gegangen,
hab versucht die Dunkelheit in mir
endlich irgendwie einzufangen.
Weißt du eigentlich wie schwer Abstinenz wirklich ist?
Wie laut diese Stimmen nachts noch werden?
Wenn dein Kopf gegen dich kämpft
und du trotzdem versuchst ein besserer Mensch zu werden?
Jeder einzelne Tag war Krieg mit mir selbst,
und ich schwör ich hab gekämpft wie nie zuvor,
doch statt einmal stolz auf mich zu sein,
hast du nur gefragt was dir noch fehlt im Chor.
Nie gesehen wie kaputt ich eigentlich war,
wie sehr ich versucht hab mich zu ändern,
du sahst nur was ich dir nicht geben konnte,
aber nie die Kämpfe hinter meinen Händen.
Und irgendwann wird ein Mensch still…
nicht weil er nichts fühlt,
sondern weil seine Gefühle niemand mehr hören will.
Irgendwann wird man distanziert,
wenn Liebe nur einseitig passiert,
denn eine Beziehung ist Geben und Nehmen,
doch ich hab nur gegeben bis etwas in mir erfriert.
Du machst mich verantwortlich für alles,
als wär ich allein schuld daran,
doch sag mir —
wie soll Liebe wachsen,
wenn nur einer ständig kämpfen kann?
Du siehst deinen Fehler nicht ein,
drehst alles bis ich der Böse bin,
doch niemand sieht die Nächte
in denen ich längst zerbrochen am Boden hing.
Ich wollte nur einmal verstanden werden…
einmal jemanden der fragt:
„Warum bist du eigentlich so?“
statt nur zu sagen was ich falsch gemacht hab.
Denn Menschen werden nicht grundlos kalt,
nicht grundlos müde und leer,
manche tragen Schmerzen seit Jahren
und können irgendwann einfach nicht mehr.
Ich hab versucht stark zu bleiben,
für uns, für dich, sogar gegen mich selbst,
doch wie lange soll ein Herz noch schlagen,
wenn es nie dieselbe Liebe erhält?
Und weißt du was am meisten weh tut?
Nicht die Streits…
nicht die Distanz…
sondern dass ich trotz allem gekämpft hab,
während du dachtest ich würde es nicht ver