Strophe 1
Wenn ihr hier steht und schweigt,
dann wisst: Ich war oft müde von der Welt.
Hab’ mehr Nächte durchgestanden
als Tage, die sich richtig angefühlt haben.
Ich hab’ gelächelt, wenn’s brannte,
hab’ zu viel getragen, ohne Grund.
Und manchmal dachte ich,
dass dieses Leben einfach zu laut für mich ist.
Pre-Refrain
Doch selbst, wenn ich gefallen bin –
ich bin immer wieder weitergegangen.
Refrain
Wenn ich gehe, lasst mich leise,
ich war so oft dem Leben überdrüssig.
Nicht, weil ich nicht stark genug war,
sondern weil es zu selten leicht war.
Weint nicht um mich,
ich hab’ lange vor euch Abschied geübt.
Behaltet die Momente,
in denen ich trotz allem noch gelächelt hab’.
Strophe 2
Man hat es selten gesehen,
wie schwer mir jeder Morgen fiel.
Wie oft ich dachte:
„Ich weiß nicht, ob ich das nochmal schaffe.“
Und trotzdem –
irgendwie blieb in mir ein Funke,
ein leiser Rest von Trotz,
der mich durchgezogen hat, bis hierhin.
Pre-Refrain
Ich hab’ oft genug verloren,
aber nie ganz aufgegeben.
Refrain
Wenn ich gehe, lasst mich leise,
ich war so oft dem Leben überdrüssig.
Nicht, weil ich nichts mehr wollte,
sondern weil ich zu viel gespürt hab’.
Weint nicht um mich,
ich hab’ meinen Frieden längst gefunden.
Behaltet die Tage,
an denen ich trotz allem noch da war.
Bridge
Und wenn ihr mich sucht,
sucht mich nicht in den schweren Zeiten.
Findet mich in dem Moment,
an dem ich ehrlich war – auch wenn es dunkel war.
Ich war nie der, der strahlte,
aber ich war der, der gehalten hat,
selbst wenn meine Hände längst gezittert haben.
Refrain (ruhig, endgültig)
Wenn ich gehe, lasst mich leise…
Ich war müde, ja,
aber ich bin nicht sinnlos gegangen.
Ich hab’ gekämpft – länger,
als ich je musste.
Outro
Legt mich hin, ohne Drama.
Ohne falschen Trost.
Nur mit dem Wissen:
Ich hab’ mein Bestes gegeben.
Auch dann,
wenn es niemand gemerkt hat.