Goldenes Kalb…
Nicht in der Wüste…
In deiner Hand…
Heute steht es nicht aus Gold in der Sonne,
es flimmert in deiner Faust – kalt, ohne Wonne.
Ein schwarzer Spiegel, dein täglicher Altar,
du starrst hinein, Tag für Tag, Jahr für Jahr.
Gefangen. Gefesselt. Kein Entkommen,
der Glanz hat dir den Blick genommen.
Was du opferst, ist nicht Vieh, nicht Geld –
es ist deine Zeit, dein Stück von der Welt.
Das goldene Kalb hat jetzt WLAN und Strom,
und es frisst deine Seele – Bit für Chrom.
Dein Herz schlägt im Takt der Bildschirmzeit,
bis du leer bist – für die Ewigkeit.
Mehr Bilder, mehr Stimmen, mehr Lärm im Kopf,
du jagst dem Rausch nach, hörst nicht den Tropf,
der dir Sekunden, Minuten, Jahre stiehlt –
bis nichts mehr bleibt, was dich erfüllt.
Marionettenfäden aus Datenlicht,
du tanzt im Takt, doch du merkst es nicht.
Jeder Wisch nach oben füllt kein Loch,
er kippt nur Müll in deinen Kopf.
Der Mensch gewöhnt sich – an jede Kette,
an jedes Gitter, an jede Wette,
dass er denkt, was man ihm sagen will,
und schweigt, wenn es der Herrscher will.
Das goldene Kalb hat jetzt WLAN und Strom,
und es frisst deine Seele – Bit für Chrom.
Dein Herz schlägt im Takt der Bildschirmzeit,
bis du leer bist – für die Ewigkeit.
Wer dich kontrolliert,
kann dich verbiegen,
kann dich belügen,
kann dich besiegen.
Du denkst, du bist frei,
doch du bist besetzt,
jeder Klick, den du tippst,
ist ein Schritt, der dich fetzt.
Lass nicht zu…
dass dein Leben den Namen
Bildschirmzeit trägt.
Mister. Benny. Five.
Der tiefgründige Schriftsteller