Ich sitz schon wieder hier, mein Kopf voll mit Gedanken
Zwischen Hoffnung und Zweifel, auf dieser stillen Bank
Ein Jahr schon zieh’n vorbei, und du bist nie ganz da
Nur Schatten deiner Worte, mal nah, dann wieder fern
Ich les’ dein „Ich vermiss dich“ wie ’n Echo aus der Nacht
Doch was ist das schon wert, wenn es mich kaum erreicht?
Bin ich nur ein Lückenfüller in deinem vollen Leben?
Ein warmer Ort, den man besucht, wenn’s grade passt?
Ich will mehr als flüchtige Stunden, mehr als Heimlichkeiten
Will dich ganz – oder gar nicht, sag mir, was du machst
Du sagtest, du brauchst Zeit – und ich hab sie dir gegeben
Hab Songs für dich geschrieben, dich im Herzen festgehalten
Doch du bist wie ein Geist, der kommt und wieder geht
Und ich bleib hier gefangen, zwischen Warten und Vergehn
Ich frag mich jede Nacht: Lohnt es sich, zu bleiben?
Oder halt ich nur die Luft an, während du längst weiterziehst?
Bin ich nur ein Lückenfüller in deinem vollen Leben?
Ein warmer Ort, den man besucht, wenn’s grade passt?
Ich will mehr als flüchtige Stunden, mehr als Heimlichkeiten
Will dich ganz – oder gar nicht, sag mir, was du machst
Ich brauch kein Märchen, keinen Kitsch, kein großes Wort
Nur ein Zeichen, dass du kämpfst – dass ich mehr bin als ein Ort
Denn ich halt das nicht ewig aus, dieses Schweigen frisst mich auf
Und mein Herz, das will nicht warten, will endlich Antwort, nicht Applaus
Bin ich nur ein Lückenfüller in deinem vollen Leben?
Ein warmer Ort, der dich tröstet, wenn’s gerade schwer ist?
Ich verdien mehr als Schweigen und halbe Versprechen
Entscheide dich – ich kann nicht ewig so leben
Ich sitz schon wieder hier, dieselbe leere Bank
Und frag mich: Wirst du kommen, oder bleib ich, wo ich stand?