Geboren ’76, Septemberwind,
in einer Welt, die noch atmete – so wie ein Kind.
Die 80er waren mein Spielplatz,
ohne Handy, ohne Zeitdruck, ohne Hast.
Baumhäuser im Wald, Radfahren im Kreis,
Ferienfreunde, die blieben – echte Lebensbeweise.
Die Tage schienen endlos, der Himmel so weit,
und irgendwo war da immer noch Kindlichkeit.
Dann kam das Leben, wie’s Leben so tut –
große Lieben, mit Hoffnung und Mut.
Drei lange Wege, doch nie ganz mein Ziel,
ich war oft da, doch nie wirklich still.
Zehn Jahre Ehe, vierzehneinhalb Sehnsucht,
und manchmal fragt man sich: Wo ist die Flucht?
Ich suchte den Anker, den einen Moment –
doch der Hafen blieb leer, egal wie man rennt.
Vielleicht jetzt – vielleicht bin ich angekommen.
Nach all den Jahren, all dem Unbenommen.
Vielleicht ist er der, der mich leise versteht,
der bleibt, wenn der Sturm durchs Leben weht.
Vielleicht jetzt – vielleicht ist das mein Glück.
Und ich schau nicht mehr nur zurück.
Zurück im Ort, wo alles begann,
eine Wohnung, ein Hund – und ein neuer Plan.
Ich bin noch dieselbe, doch steh heut mehr da,
mit Narben, mit Kraft – und mit klarem Ja.
Und dann kamst du, so still, so leicht,
und etwas in mir hat dich einfach erreicht.
Ich weiß nicht wie, doch du hast mich geerdet,
mein Herz leise neu justiert, ohne dass du’s gemerkt hättest.
Ich bin nicht gebrochen, ich bin nur echt.
Mit Geschichten, mit Träumen – mit allem Geflecht.
Und vielleicht ist genau das mein Geschenk:
Dass ich immer noch fühl, immer noch lenk.
Vielleicht jetzt – vielleicht ist das mein Leben.
Nicht perfekt, doch bereit, es hinzugeben.
Vielleicht bist du mein letzter Schritt,
mein Zuhause, das leise spricht: Du gehörst hierhin.
Vielleicht jetzt… ist endlich mein Beginn.