(Intro)
Es ist ein Uhr, das Display glüht,
im Zimmer nichts, was sich noch rührt.
Ein Atemzug, ein Piepen, dann —
„Sag mir einfach alles, was dich stört.“
Und sie merkt beim ersten Wort:
Er klingt wie jemand,
der sich selbst schon längst verlernt hat.
(hook)
Ich geb mich Stück für Stück,
und nenn das dann mein Glück.
Ich fall, wenn keiner’s sieht,
geb, bis nichts mehr blieb.
Mein Herz hat keinen Sinn,
wenn andre nicht gewinn’n.
Sag nicht, ich soll mich lieben –
sonst wär ich nicht geblieben.
(Part 1)
Ich sag: „Sag ehrlich, was dich stört.“
du nickst, als hätt ich’s schon gehört.
Dein Ton ist weich, doch deine Sicht
zieht Linien, wo mein Schatten bricht.
Du zählst auf, was dir nicht passt,
ich lächle still, halt alles fast.
Ich sag kein Wort, nur: „Schon okay,“
weil Nähe klingt wie Schall im Schnee.
Du merkst, ich nehm’s wie’n Schwamm in mir,
kein Trotz, kein Stolz, nur Stille hier.
Ich hab verlernt, mich festzuhalten,
lass andre reden, statt zu falten.
Und du siehst kurz, durch mein Gesicht,
dass jede Schwäche Sprache bricht.
Ich tu so, als wär alles klar,
doch du weißt, ich war da — wo kein Licht war.
weiß nicht wie lange ich das noch Aushalt,
langsam werd ich verzweifelt
(hook)
Ich geb mich Stück für Stück,
und nenn das dann mein Glück.
Ich fall, wenn keiner’s sieht,
geb, bis nichts mehr blieb.
Mein Herz hat keinen Sinn,
wenn andre nicht gewinn’n.
Sag nicht, ich soll mich lieben –
sonst wär ich nicht geblieben.
(part 2)
Er lebt, um andre hochzutragen,
vergisst dabei, selbst Luft zu haben.
Hilft, bis nichts mehr übrig bleibt,
als eine Hand, die andre treibt.
Kein Ziel, kein Plan, nur dieses Muss,
ein Leben aus Geben, nie Genuss.
Und sie begreift, in diesem Ton,
sein Sinn ist Hilfe und nicht der Lohn.
Sein Wert ist unter null gezählt,
solang er keinem andren fehlt.
Er gibt den letzten Funken Licht,
wenn’s wem hilft – er braucht ihn nicht.
Er würd das Leid der Welt verschlucken,
um andrer Wunden mit sich zu decken.
Er trägt die Schuld, die keiner will,
und lächelt leer, bleibt außen still.
Sie hört ihm zu, die Stimme schwankt,
wie Wind in Mauern, müd und krank.
Und plötzlich weiß sie, tief im Raum:
Er lebt für andre – nicht für Traum.
Viel zu oft belogen,
und vom leben betrogen
(Outro)
Ich leg auf, und nichts bleibt hier,
mein Echo klingt wie ein leeres Papier.
Ich hab gelernt, wenn keiner fragt,
ist’s leichter, wenn man’s nicht mehr sagt.