[(Classic Southern Dark Outlaw Country)]
...
[Verse 1]
Der Wecker schreit um vier Uhr morgens,
der Kaffee schmeckt nach kaltem Stahl.
Die Autobahn frisst meine Jahre,
Kilometer werden zur Qual.
Zweihundertsechzig Stunden malochen,
kein verdammter Sonntag bleibt frei.
Während die Herren von oben predigen,
dass noch mehr Arbeit nötig sei.
[Pre-Chorus]
Meine Hände sind voller Narben,
mein Rücken trägt die Last allein.
Doch wer im warmen Licht der Villen sitzt,
will Richter über Malocher sein.
[Chorus]
Hey Merz, komm steig in meinen Truck,
fahr tausend Nächte ohne Glück.
Leb von Rastplatzkaffee und Asphaltstaub,
bis der Körper zusammenbricht.
Hey Merz, erzähl mir nichts von Pflicht,
wenn du mein Leben gar nicht kennst.
Ich geb dem Land schon alles, was ich hab,
doch du sagst, dass es nicht reicht.
[Verse 2]
Die Reifen singen ihre Klage,
unter einem schwarzen Himmel aus Rauch.
Die da oben reden von Leistung,
doch die Rechnung zahlen wir auch.
Sie reden von Wachstum und Zukunft,
von Zahlen auf irgendeinem Blatt.
Doch keiner sieht die leeren Augen,
von dem, der keine Freizeit hat.
[Pre-Chorus]
Jeder Euro ist hart verdient,
jeder Atemzug ein Kampf.
Und trotzdem heißt es immer wieder:
„Gebt noch mehr“ – verdammt.
[Chorus]
Hey Merz, komm steig in meinen Truck,
fahr tausend Nächte ohne Glück.
Leb von Rastplatzkaffee und Asphaltstaub,
bis der Körper zusammenbricht.
Hey Merz, erzähl mir nichts von Pflicht,
wenn du mein Leben gar nicht kennst.
Ich geb dem Land schon alles, was ich hab,
doch du sagst, dass es nicht reicht.
[Bridge]
Der Mond hängt wie ein Galgenstrick,
über Feldern aus Beton.
Die Freiheit auf den Werbeplakaten
ist längst nur noch Illusion.
Und irgendwo im Funkgerät
kratzt eine Stimme durch die Nacht:
„Road-Dog, Bruder, halt die Spur –
die da oben haben's nie so weit gebracht.“
[Final Chorus]
Hey Merz, hör das Donnern dieser Räder,
hör die Wahrheit im Motor.
Wir tragen dieses ganze Land,
Tag für Tag durch jedes Tor.
Und wenn du wieder mehr verlangst,
von Leuten, die schon alles geben,
dann schau den Malochern ins Gesicht –
wir arbeiten nicht nur für's Überleben.
[Outro]
Der Diesel brennt.
Die Nacht bleibt kalt.
Und irgendwo zwischen Asphalt und Sternen
fragt ein Trucker in den Wind:
„Wie viel soll ein Mensch noch geben,
bevor es endlich genug ist?“
...