(Intro)
Er kam zur Welt in einem Haus ohne Licht,
wo jeder Tag wie eine Drohung spricht.
Ein Kind, das früh die Stille fand –
und Nacht für Nacht den Schmerz verstand.
(Part 1)
Er wuchs dort, wo die Schatten wohnten,
wo Hände drohten und Worte lohnten.
Der Vater laut, die Liebe fern,
ein Herz, das brannte – doch keiner hörn.
Und nachts, wenn Dunkelheit ihn fand,
kam einer, der die Grenze spann.
Die Narben tief, doch unsichtbar –
sein kleines Herz trug jedes Jahr.
Die Mutter kalt wie ein alter Winter,
ihr Blick so hohl, kein Funkeln hinter.
Gefangen in Geld, nicht in Gefühl –
ihr Leben war ein halbes Spiel.
Die Schwester jung und viel zu klein,
versuchte stark für beide zu sein.
Doch Zuneigung heilt nur ein Stück –
den Rest verschluckt die Zeit zurück.
(Hook)
Wie soll ein Herz denn wachsen,
wenn alle Wurzeln brechen?
Wie soll ein Kind noch glauben,
es würd die Welt nicht stechen?
Er fiel leise,
so leise wie Schnee,
doch jedes Fallen
tat innerlich weh.
(Part 2)
Vier Schulen lang ein fremder Blick,
nie blieb er, nie fand er zurück.
Ein Blatt im Wind, von Haus zu Haus,
doch nirgends kam er richtig raus.
Ein Bruder stumm, vom Leben hart,
ein anderer kalt und voller Zart-
zerbrochner Mauer zwischen zwei
die niemals wirklich Familie sei.
Nur Sarah hielt ihn manchmal fest,
sein kleiner Trost, sein letzter Rest.
Doch Liebe reicht nicht, wenn das Land
in dem du lebst auf Sand verbrannt.
Steuerlügen in jedem Raum,
die Welt ein schiefer, grauer Traum.
Er sah, wie Fassade glänzt und fällt –
und misstraute still der ganzen Welt.
(Hook)
Wie soll ein Herz denn wachsen,
wenn alle Wurzeln brechen?
Wie soll ein Junge glauben,
die Welt würd ihn nicht schwächen?
Er fiel leise,
so leise wie Schnee,
doch jedes Fallen
tat innerlich weh.
(Part 3)
Mit fünfzehn fand er seinen Dunst,
vergaß die Stimmen, spürte Gunst.
Ein Nebel, der ihn kurz befreit,
von all der Last und Einsamkeit.
Kein Absturz – eher kontrolliert,
ein Flug, den niemand kommentiert.
Die Dunkelheit, die ihn gewählt,
war das, was ihm die Angst ersetzt.
Er wurde Sturm, wo einst nur Regen,
lernte die Welt auf andren Wegen.
Nicht Opfer sein, nicht klein, nicht still –
ein Mann, der tun kann, was er will.
Kempten, ein Neubeginn im Grau,
doch nicht zur Heilung – das wusste er genau.
Er ließ die Schatten wachsen wie Stein –
denn Dunkelheit ließ ihn nie allein.
(Outro)
Er wünscht, er hätt die Schläge ganz allein gespürt,
damit kein Bruder, keine Schwester je die Hand des Vaters führt.
Doch während er die Nacht verflucht,
hat Opa still dafür bezahlt,
dass Vater bleibt und Mutter schweigt —
und Er blieb allein im Saal,
wo niemand je nach ihm mal Sah.