[Strophe 1]
Wir saßen stundenlang im selben Zimmer,
Worte wie Scherben, niemand traute sich hin.
Du hast gelacht, wenn die Stimmen zu laut wurden,
ich hab genickt, als wär alles im Griff.
Depressionen malten Schatten an die Wände,
Angst hat uns beide fest umschlungen gehalten.
Richtig oder falsch – wir kannten nur Grau,
doch in deinen Augen lag immer ein bisschen Blau.
[Refrain]
Wir haben uns geliebt, ohne es je zu sagen,
haben uns versteckt hinter Schweigen und Zittern.
Jeder Blick ein Geständnis, das keiner hörte,
jede Berührung ein Brief, den wir nie abschickten.
Am Ende war ich feige, hab den Mund nicht aufgemacht,
bin einfach gegangen, wie ein Dieb in der Nacht.
[Strophe 2]
Du hast Tabletten gezählt wie Gebete,
ich hab Flaschen versteckt vor meinem eigenen Blick.
Manchmal hast du meine Hand genommen,
und losgelassen, bevor ich’s begreifen konnte.
Wir haben uns gerettet, indem wir uns verloren,
haben uns geschützt, indem wir uns weggestoßen.
Kein „Ich liebe dich“, nur „Pass auf dich auf“,
und das hat mehr geschmerzt als jeder Abschiedsschrei.
[Bridge]
In einem anderen Bundesland regnet es jetzt auch,
und plötzlich seh ich klar, was ich damals nicht sah.
Du warst mein Anker, als alles unterging,
ich war dein Licht, das du nie beim Namen nanntest.
Jetzt schreib ich dir Nachrichten, die ich nie sende,
„Es tut mir leid, dass ich nie mutig war.“
Du liest vielleicht alte Chats und weinst leise,
weil dir endlich klar wird, was wir wirklich waren.
[Refrain – Outro]
Wir haben uns geliebt, ohne es je zu sagen,
haben uns zerstört, weil wir’s nicht ertragen konnten.
Jetzt bist du weit weg und ich bin immer noch feige,
aber wenigstens weiß ich jetzt, was Liebe bedeutet.
Es war echt.
Es war da.
Es ist vorbei.
Und trotzdem bleibt es für immer wahr.