[Strophe 1]
Ich stand am Rand und hab zugeseh’n
wie andre sich fallen lassen, einfach so
Hab Worte gehört, die Wärme dreh’n
doch in mir drin blieb alles kalt und roh
Die Arme, die ich brauch zum Halten
die bleiben steif an meiner Seit’
Ich will, ich schreie laut im Stillen
doch meine Seele bleibt dabei stumm und weit
[Pre-Refrain]
Ich seh euch lachen, ich seh euch weinen
und fühl nur dieses Loch in meiner Brust
Will euch berühren – kann es nicht zeigen
mein Herz schlägt laut, doch der Mund bleibt zu
[Refrain]
Ich hab Liebe nie gelernt,
nie gelernt, wie man sie zeigt
Alles, was ich berühr, wird schwer
und zerbricht in meinem Schweigen vielleicht
Verzeiht mir, dass ich euch verletz’
wenn ich schweig statt euch zu halten
Meine Familie zahlt den Preis dafür
dass meine Seele blieb in Ketten stecken
[Strophe 2]
Die Kindheit hat die Türen zugeschlagen
jeder Schritt zu nah war schon zu viel
Jetzt steh ich hier und such nach Fragen
doch die Antwort bleibt ein kaltes Ziel
Ich seh die Tränen in den Augen meiner Frau
seh, wie mein Sohn sich langsam abwend’t
und ich steh stumm – ein stummer Schrei im Raum
und hasse mich, weil ich’s nicht ändern kann
[Refrain]
Ich hab Liebe nie gelernt,
nie gelernt, wie man sie zeigt
Alles, was ich berühr, wird schwer
und zerbricht in meinem Schweigen vielleicht
[Bridge]
Und wenn ich schreiben muss, um zu atmen
dann schreib ich dieses Lied für euch
Vielleicht versteht ihr irgendwann
was hinter meinem Panzer steht und fleht
[Finaler Refrain – leiser, dann aufbauend]
Ich hab Liebe nie gelernt…
doch ich lieb euch mehr, als ich’s je sagen kann
Verzeiht mir bitte dieses Schweigen
ich versuch’s – jeden verdammten Tag von vorn
Ich versuch’s… für euch…
auch wenn’s mich innerlich zerreißt
(letzte Zeile sehr leise, fast geflüstert)
…verzeiht mir.