...
[(Intro – gesprochen, tief und rau)]
Der Wind pfeift durch die morschen Dielen.
Stiefel knirschen auf staubigem Holz.
Jemand steht vor meiner Tür...
...und liest laut das Schild.
[(Verse 1)]
"Ich bin nicht da... ich bin mich suchen gegangen..."
Die Farbe blättert, das Holz ist alt.
"Wenn Sie mich sehen, bevor ich wieder da bin...
sagen Sie mir bitte, ich möge auf mich warten."
Der Fremde lacht, doch das Lachen stirbt,
denn die Veranda riecht nach kalter Nacht.
Ein Schaukelstuhl bewegt sich ohne Wind,
als hätte jemand eben noch darauf gewacht.
[(Pre-Chorus)]
Ich hab mich irgendwo
zwischen Whiskey, Staub und Schuld verloren.
Hab meinen Namen in den Dreck gespuckt,
seit dem Tag, an dem ich neu geboren...
[(Chorus)]
Wenn du mich findest – halt mich nicht fest.
Ich bin ein Geist, der niemals wirklich schläft.
Meine Stiefel kennen nur den langen Weg,
mein Herz trägt Narben, die kein Pastor segnet.
Sag dem Mann vor meiner Tür:
"Er soll die Lampe brennen lassen."
Vielleicht komm ich zurück...
vielleicht trägt mich längst der schwarze Rabe.
[(Verse 2)]
Ich suchte mich im Heulen alter Dieselmotoren,
im roten Staub verlassener Highways.
Zwischen rostigen Kreuzen und trockenen Flüssen,
wo Kojoten alte Gebete fressen.
Jeder Spiegel zeigte einen anderen Mann,
keiner wollte meinen Namen kennen.
Also ließ ich jeden Schatten zieh'n,
bis selbst die Hölle mich vergessen konnte.
[(Bridge – gesprochen)]
Wenn ich mir unterwegs begegne...
wer von uns geht dann weiter?
Der Mann, der einmal Hoffnung trug?
Oder der, der nur noch Staub hinterlässt?
[(Verse 3)]
Auf der Veranda sitzt nur Schweigen.
Der Mond ist Richter, kalt und bleich.
Mein Hund hebt kurz den schweren Kopf,
als wüsste er: Kein Weg macht wieder gleich.
Im Briefkasten rosten alte Tage,
ungeöffnete Schuld, verschnürt mit Draht.
Jeder Schritt zurück kostet ein Leben,
jeder Schritt nach vorn verrät die Saat.
[(Final Chorus)]
Wenn du mich siehst – ruf meinen Namen nicht.
Der Mann von damals hört schon lange nicht.
Sag ihm nur:
"Warte auf dich...
renn diesmal nicht davon.
Das, was du suchst,
läuft seit Jahren hinter dir."
Und wenn die Haustür eines Tages aufgeht,
liegt das Schild noch immer schief im Wind.
"Ich war nicht weg...
ich musste nur den Fremden töten,
der in meinem Spiegel wohnte."
Denn jeder Outlaw flieht vor irgendwem...
und manchmal ist der Gejagte
der eigene Name.
[(Outro – gesprochen)]
Die Veranda knarrt.
Der Wind dreht das Schild ein letztes Mal.
Kein Applaus.
Nur das Heulen der Nacht...
...und irgendwo auf einer endlosen Straße
wartet ein Mann noch immer auf sich selbst.
...