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[Intro – gesprochen | dumpfer Donner | CB-Rauschen]
"Breaker Nine… hier spricht Road-Dog…"
"Hab heut Nacht was losgelassen, das niemals zurückkommt…"
[Verse 1]
Ich schoß einen Pfeil in die Luft empor,
er flog bis ihn mein Blick verlor.
Der Himmel fraß ihn lautlos auf,
wie ein Fluch auf endlos langer Fahrt hinauf.
Der Diesel brannte tief wie Schuld,
der Mond hing schief in kalter Geduld.
Ich wußt’, irgendwann fällt alles nieder,
doch manche Sünden kommen niemals wieder.
[Pre-Chorus]
Und der Wind sang Namen durch die Kiefern schwarz,
wie tote Engel ohne Herz.
Die Reifen schrien auf nassem Teer,
als käme der Teufel selber hinter mir her.
[Chorus]
Oh Lord…
der Pfeil fiel irgendwo in Gottes Land,
vielleicht in eines Richters Hand.
Vielleicht traf er ein Herz aus Stein,
oder bohrte sich direkt in meins hinein.
Und ich fahr…
durch Südstaatennächte ohne Licht,
mit Whiskeyatem im Gesicht.
Denn jeder Mann, der Freiheit liebt,
weiß wie tief die Dunkelheit dich kriegt.
[Verse 2]
Zerberus knurrt hinten auf der Ladefläche,
drei Köpfe voller Narben und Rache.
Die CB knistert wie ein Grab,
während der Regen auf die Windschutzscheibe schlug wie Hass.
Ich sah Kreuze längs dem Highway steh’n,
hab tote Trucker im Rückspiegel geh’n seh’n.
Und irgendwo fiel dieser Pfeil zur Erd’,
wie ein Urteil, das nie vergeben wird.
[Bridge – langsam | fast geflüstert]
Vielleicht traf er einen Prediger im Schlaf…
Vielleicht einen Mann, der seine Kinder schlug…
Vielleicht traf er niemanden…
…doch seit jener Nacht
läuft der Tod neben meinem Truck.
[Chorus – härter]
Oh Lord…
der Pfeil fiel irgendwo in Gottes Land,
zwischen Blut und rotem Sand.
Und jede Meile die ich heut noch fahr,
macht die Schatten hinter mir nur klarer.
Ich fahr…
mit der Hölle auf dem Beifahrersitz,
und dem Donner im Genick.
Denn Freiheit klingt auf dieser Welt
wie Kettenstahl und Motorenfeld.
[Outro – gesprochen | Motor stirbt langsam ab]
"Breaker Nine…"
"Falls jemand diesen Pfeil findet…"
"…sagt der Hölle, Road-Dog kommt bald heim."
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