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Zwölf, dreizehn Stunden, sechs Tage am Stück,
wir halten den Laden am Laufen – Stück für Stück.
Sonn- und Feiertag? „Ihr müsst doch ran!“
Als wär unser Leben nur euer Fahrplan.
Wir schlucken den Staub und wir fressen den Dreck,
schieben eure Ladung von A nach Weg.
Doch wenn euer Karren am Straßenrand brennt,
sind wir plötzlich die Männer, die keiner mehr kennt.
[Refrain:]
Jetzt sollen wir ziehen, wenn die Hütte kracht,
die letzten Kräfte rauben, bis tief in die Nacht.
Doch läuft wieder alles, dann heißt es: „Verschwindet!“
Der gleiche alte Abschaum, den man wieder nur findet.
Nein, danke – wir bleiben nicht länger im Dreck,
wir geben euch heute unser Leben nicht weg.
Lasst uns verdammt nochmal atmen und ruh’n –
wir haben auch Familien, wir haben auch was zu tun.
Ihr wollt unsere Hände, wenn alles zerbricht,
doch Respekt für die Männer dahinter? Den gibt’s nicht.
Wir sind gut genug, wenn der Notstand beginnt,
doch kaum läuft die Maschine, sind wir wieder der Wind.
Wir fahren durch Nächte, durch Regen und Eis,
für euren verdammten Gewinn zu ’nem Hungerlohnpreis.
Und keiner fragt: „Junge, wie lange noch?“
Hauptsache, der Motor läuft – immer noch.
[Refrain:]
Jetzt sollen wir ziehen, wenn die Hütte kracht,
die letzten Kräfte rauben, bis tief in die Nacht.
Doch läuft wieder alles, dann heißt es: „Verschwindet!“
Der gleiche alte Abschaum, den man wieder nur findet.
Nein, danke – wir bleiben nicht länger im Dreck,
wir geben euch heute unser Leben nicht weg.
Lasst uns verdammt nochmal atmen und ruh’n –
wir haben auch Familien, wir haben auch was zu tun.
[Bridge:]
Ihr könnt eure Zahlen und Tabellen behalten,
wir sind keine Zahnräder, die niemals erkalten.
Unser Blut ist nicht Diesel, unser Herz kein Motor,
und unser Zuhause steht nicht hinter eurem Tor.
Wenn morgen der Funk wieder Alarm schreit,
dann schaut euch ruhig um – vielleicht sind wir bereit.
Doch diesmal entscheidet nicht euer Befehl:
Wir wählen unser Leben. Und davon nicht zu wenig.
[Letzter Refrain:]
Kein Dank, kein Kniefall, kein „Männer, jetzt ran!“
Wir haben genug für euch getragen, Mann für Mann.
Wenn alles am Brennen ist, ruft ihr uns her –
doch Respekt gibt’s erst dann, wenn wir selber ihn wert.
Wir fahren nicht weiter, bis jeder zerbricht,
denn hinter jedem Lenkrad steht ein Mensch – kein Gewicht.
Zwölf Stunden, sechs Tage – das war schon zu viel.
Jetzt gehört uns der Abend, die Nacht und das Ziel.
Ihr wollt, dass wir kämpfen? Dann hört einmal zu:
Wir kämpfen nicht gegen euch – wir kämpfen für Ruh’.
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