Hook:
Man stirbt nicht nur, wenn man geht
Man stirbt auch, wenn man bleibt
Wenn jeden Tag jemand fehlt
Und man so tut, als wär man bereit
Wir verlieren uns leise
Zwischen Arbeit und Pflicht
Und hoffen insgeheim
Dass uns irgendwer sieht
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Part 1:
Da sitzt ’ne Frau im Bus, mit Einkaufstaschen aus Stoff
Zwei Haltestellen früher als sonst, sie steigt trotzdem aus
Ihr Mann ist nicht mehr da, aber der Weg bleibt gleich
Und niemand merkt, dass ihr Zuhause heute leerer heißt
Ein Junge lernt früh, wie man stark wirkt
Weil Papa sagt: „Männer weinen nicht“
Er schluckt alles runter, bis er selbst vergisst
Wie sich Anlehnen eigentlich anfühlt
Ein Zimmer bleibt unberührt
Jacke hängt noch an der Tür
Zeit heilt nicht
Sie lernt nur, wie man weniger darüber spricht
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Hook:
Man stirbt nicht nur, wenn man geht
Man stirbt auch Stück für Stück
Wenn Erinnerungen lauter sind
Als jedes neue Glück
Und Hoffnung ist kein Neuanfang
Manchmal nur ein Blick
Der sagt: Ich seh dich
Auch wenn grad alles bricht
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Part 2:
Da ist ein Freund, der immer zuhört
Aber selbst nichts mehr erzählt
Weil er gelernt hat,
dass Platz für andere ist, aber nie für sich selbst
Da ist ’ne Mutter, die lächelt
Obwohl sie nachts nicht schläft
Weil Sorgen keinen Feierabend kennen
Und Liebe manchmal einfach weh tut
Wir sind alle müde
Von Dingen, die keiner sieht
Von Kämpfen ohne Applaus
Von Stärke, die niemand lobt
Und trotzdem stehen wir auf
Binden Schuhe, machen weiter
Nicht weil wir müssen
Sondern weil irgendwas in uns sagt: Bleib noch
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Bridge (ruhig, ehrlich):
Vielleicht rettet uns kein großer Moment
Vielleicht ist es nur
Ein ehrliches „Wie geht’s dir?“
Das wirklich gemeint ist
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Hook (letztes Mal):
Man stirbt nicht nur, wenn man geht
Man lebt auch, obwohl man fällt
Wenn jemand kurz innehält
Und deine Last ein Stück mitträgt
Und wenn du dich heut verloren fühlst
Zwischen all dem Lärm und Licht
Dann glaub mir bitte eins:
Du bist nicht unsichtbar
Nicht für mich
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Outro:
Wir sind nicht kaputt
Wir sind nur menschlich
Und manchmal
ist genau das
mutig genug