Strophe 1
In ein paar Tagen siebzehn,
doch sie fühlt sich viel zu alt,
trägt Narben wie Kalender,
jede Seite kalt.
Seit sie zehn ist, flüstert Stille
ihr Versprechen aus Metall,
immer wenn die Welt zu laut wird,
fällt sie tiefer als sie will.
Pre-Chorus
Vier Versuche, nicht mehr hier zu sein,
doch sie atmet immer noch.
Und sie fragt sich jeden Abend:
Warum ich, warum noch?
Refrain
Sie hasst sich selbst für jeden Morgen,
für jeden Schritt, der weitergeht.
Will ihr Leben leiser machen,
weil es so weh tut, wie es steht.
Sie sucht Zuflucht in dem Schmerz,
weil er ehrlich zu ihr spricht,
doch tief drin schreit ein kleiner Teil:
Bitte gib mich noch nicht auf, bitte nicht.
Strophe 2
Oma, Opa, vier Jahre Staub,
doch ihr Lachen lebt in ihr.
Sie waren Schutz vor all den Worten,
die sagten: Du gehörst nicht hier.
Jetzt ertränkt sie ihre Tränen
jedes Wochenende im Glas,
seit sie zwölf ist auf der Flucht vor
dem, was niemand sehen darf.
Pre-Chorus 2
Die Ausbildung zieht sie runter,
jede Prüfung wie ein Stein.
Angst zu scheitern, Angst zu bleiben,
Angst, nicht gut genug zu sein.
Refrain
Sie hasst sich selbst für jeden Morgen,
für jeden Schritt, der weitergeht.
Will ihr Leben leiser machen,
weil es so weh tut, wie es steht.
Sie sucht Zuflucht in dem Schmerz,
weil er ehrlich zu ihr spricht,
doch tief drin schreit ein kleiner Teil:
Bitte gib mich noch nicht auf, bitte nicht.
Bridge
Und da ist dieser eine Junge,
den sie liebt, doch der sie nicht,
sagt: „Du bist noch viel zu jung“,
und ihr Herz zerbricht daran fast schlicht.
Jeden Monat wird der Abgrund
ein bisschen näher, ein bisschen mehr,
doch sie lebt noch –
auch wenn sie das selber kaum erklärt.
Letzter Refrain
Vielleicht ist sie nicht ihr Fehler,
vielleicht war sie nie zu viel.
Vielleicht darf sie bleiben,
auch wenn sie gerade nichts fühlt.
Wenn sie heute noch hier steht,
ist das mehr als nur Pflicht.
Vielleicht ist das kein Ende –
vielleicht ist das Licht.
Outro
Fast siebzehn, noch nicht verloren.
Auch wenn sie es selbst nicht sieht.