Part1:
Es war einmal ’ne Welt aus Glas und Gold,
man sagt dir: „Du kannst alles sein“, wenn du nur das tust, was man soll.
Kronen aus Plastik, doch sie glänzen so echt,
jeder spielt seine Rolle, nennt es Ordnung und Recht.
Große Schlösser aus Beton, gesichert mit Verträgen,
Träume kommen in Raten, sie halten dich damit am Leben.
Feen fliegen digital, verteilen Herzen im Takt,
und wer zu viel hinterfragt, wird leise ausgelacht.
Helden zieh’n hinaus mit Hoffnung im Blick,
doch sie kommen müde heim, Stück für Stück.
Man nennt es Erfolg, wenn du kaum noch fühlst,
Willkommen im Märchenland – wo du die Hauptrolle spielst.
Hook:
Willkommen im Märchenland, alles glänzt so schön,
Jeder Traum wird wahr – wenn du lernst, richtig mitzugeh’n.
Willkommen im Märchenland, verlier dich nicht im Licht,
Denn nicht alles, was hier funkelt, hält auch wirklich dicht.
Sie sagen „Bleib ruhig, alles wird schon gut“,
Doch ich seh hinter die Kulissen, fühl den Druck unter der Glut.
Willkommen im Märchenland, so perfekt inszeniert,
Doch ich frag mich jeden Tag, was uns das hier wirklich gibt.
Part2:
Der große Drache heißt Druck, frisst Zeit und Geduld,
spuckt Zweifel und Angst und nennt es dann deine Schuld.
Die Hexe flüstert leise: „Du bist nicht genug“,
verkauft dir dein Spiegelbild als ewigen Fluch.
Könige reden von Ordnung und Recht,
doch bauen ihre Throne auf dem Rücken der Schwächsten.
Ritter kämpfen online um Stolz und Respekt,
während echte Schlachten hier keiner mehr checkt.
Kinder lernen früh, sich selber zu messen,
vergleichen ihr Leben mit perfekt inszenierten Versprechen.
Die Märchen enden hier nicht mit Glanz und Glück,
sondern mit Verzweiflung, Burnout und leerem Blick.
Hook:
Willkommen im Märchenland, jetzt seh ich klar,
Nicht jeder Thron aus Gold ist wirklich wahr.
Willkommen im Märchenland, sag mir, wer du bist,
Wenn der Zauber fällt und nichts mehr von dir übrig ist.
Sie haben uns versprochen, dass hier alles geht,
Doch keiner sagt dir, was passiert, wenn nichts mehr steht.
Willkommen im Märchenland, ich hab genug geseh’n,
Ich bleib echt in einer Welt, die lieber Illusionen lebt.
Part3:
Vielleicht war das Märchen nie für uns gedacht,
vielleicht war’s nur ’ne Bühne, perfekt ausgedacht.
Ich brauch kein Schloss, kein falsches Licht,
lieber echte Narben als ein Märchengesicht.
Wenn das hier ein Märchen ist, dann schreib ich meins neu,
kein Prinz, kein König, nur echt und treu.
Vielleicht liegt der Zauber nicht im System,
sondern in Menschen, die trotz alle dem weiter geh’n.
Hook:
Willkommen im Märchenland, alles wirkt so echt,
Doch hinter jedem Traum steht eine Wahrheit, die zerbricht.
Willkommen im Märchenland, sag mir, was hier bleibt,
Wenn der Glanz verblasst und nichts mehr von uns zeigt.
Vielleicht ist das hier alles nur gelieh’nes Licht,
Doch meine Stimme bleibt, auch wenn die Bühne bricht.
Willkommen im Märchenland, ich geh meinen Weg,
Und wenn alles fällt, weiß ich, wofür ich steh.