Intro:
(Gesprochen)
Zur besten Sendezeit
ist alles wichtig.
Und nichts nah.
Stimmen reden, keiner hört zu,
alles wichtig, nichts lässt mich in Ruh.
Der Bildschirm leuchtet, der Raum wird still,
ich frag mich,
wer hier eigentlich was fühlen will.
Hook
Zur besten Sendezeit läuft Angst im Kreis,
Bilder reden laut, doch sagen nichts.
So viel Welt, doch so wenig Sinn,
ich schalt nicht ab, ich hör nur hin.
Part 1 Rap:
Die Nachrichten flimmern, ich seh nur Gesichter,
doch nicht die Namen der Opfer unter den Trümmern.
Tod wird erklärt, damit er erträglich klingt,
man nennt es „Lage“, damit niemand fühlt, was sie bringt.
Feinde malt man heut in schwarz und weiß,
damit kein Zweifel zwischen den Zeilen bleibt.
Sicherheit wird versprochen, doch Angst wird geliefert,
Hoffnung wird groß verpackt, doch leer verschickt.
Präsidenten reden von Frieden in einem Satz,
während ihre Konten wachsen, still und satt.
An der Front bleibt nur Staub und Gebet,
zu Hause im Netz wird diskutiert, wer im Recht steht.
Rohstoffe werden Gründe, Religion wird zum Schild,
alles heilig, solange der Profit noch stimmt.
Sie sagen: es ist kompliziert, ihr könnt es nicht verstehen
vielleicht? oder ihr wollt nur nicht, dass wir es sehen.
Hook:
Zur besten Sendezeit läuft Angst im Kreis,
Bilder reden laut, doch sagen nichts.
So viel Welt, doch so wenig Sinn,
ich schalt nicht ab, ich hör nur hin.
Zur besten Sendezeit läuft Angst im Kreis,
Bilder reden laut, doch sagen nichts.
So viel Welt, doch so wenig Sinn,
ich schalt nicht ab, ich hör nur hin.
Part 2 Rap:
Überall sterben Kinder, Städte in Schutt,
doch die Schlagzeile sagt: Zwei Promis kaputt.
Sie haben sich getrennt,
während irgendwo ’ne Mutter ihr kaputtes Kind nicht mehr erkennt.
Einer weint vor der Kamera, perfekt im Licht,
Trauer echt? vielleicht, doch warum liegt auf ihm das Gewicht?
Einsamkeit verkauft sich besser mit Namen,
Leid ohne Gesicht bleibt namenlos im Rahmen.
Sport gibt uns Siege, für ein paar Stunden Frieden,
wir schreien uns leer, um nichts mehr zu fühlen.
Teure Tickets für fremde Helden,
während im Hintergrund die Fäden neu gestaltet werden.
Panik in Zahlen, Wirtschaft am Zittern,
doch Reichtum lernt, durch Krisen zu schlittern.
Einer wird reicher, ein anderer friert,
und man nennt das Fortschritt, damit es keiner kapiert.
Hook:
Zur besten Sendezeit läuft Angst im Kreis,
Bilder reden laut, doch sagen nichts.
So viel Welt, doch so wenig Sinn,
ich schalt nicht ab, ich hör nur hin.
Zur besten Sendezeit läuft Angst im Kreis,
Bilder reden laut, doch sagen nichts.
So viel Welt, doch so wenig Sinn,
ich schalt nicht ab, ich hör nur hin.
Outro:
Vielleicht ist Wahrheit nie die lauteste Stimme,
sondern die, die bleibt, wenn der Lärm endlich stirbt.
Wenn alles brennt und jeder glaubt, er hat Recht,
frag ich mich leise, wer eigentlich zuhört noch echt.
Zur besten Sendezeit geht die Welt fast unter,
wir sitzen davor
und nennen es nur News.