1. Strophe
Der Nebel liegt wie Blei auf dem Tal,
Das Grün der Erde wird grau und fahl.
Wo einst die Quellen silbern sangen,
Sind heute nur noch schwarze Schlangen.
Wir blicken hoch zum Horizont,
Wo keine Hoffnung mehr thront.
Hört ihr den Schrei im Wind?
Die Welt wird taub, die Welt wird blind!
Das alte Lied verhallt im Rauch,
Erstickt von Gier und kaltem Hauch.
Blas das Horn, spiel den Sack,
Bis die dunkle Schale bricht –
Wir tanzen am Abgrund,
Doch wir fürchten uns nicht!
2. Strophe
Die Städte wachsen wie Geschwüre aus Stahl,
Die Menschlichkeit wird zur fernen Wahl.
Wir tauschen das Herz gegen kaltes Metall,
Und warten am Ende auf den großen Knall.
Kein Vogel singt, kein Wald mehr steht,
Seht zu, wie die Zeit aus den Fugen geht.
Die Ahnen drehen sich im Grabe um,
Wir blieben zu lange untätig und stumm.
Jetzt singt die Pfeife das letzte Gebet,
Bevor der Sturm uns alle verweht.