Intro
(Das Geräusch von Wind in den Gräsern. Dann ein schwerer, langsamer Schlag auf eine Pauke, begleitet vom metallischen Rasseln von Sporen. Eine tiefe Bariton-Gitarre spielt ein düsteres Riff in E-Moll.)
1. Strophe
Der Staub auf meinem Mantel ist so alt wie meine Schuld,
Geduld ist eine Tugend, doch der Teufel hat Geduld.
Die Sonne brennt wie flüssig Blei auf das verdorrte Land,
Ich trage fünf geladene Sünden in meiner rechten Hand.
Hinter mir die Schatten, vor mir nur der Dreck,
Ich reite vor dem Spiegelbild und vor mir selber weg.
Refrain
(Der Rhythmus wird zu einem schweren „Stampfen-Klatschen“-Beat)
Ooh, die Prärie ist ein Grab ohne Namen,
Wo die Wölfe das Ave Maria Amen sagen.
Kein Gebet erreicht den Himmel, wenn der Colt im Holster bebt,
Es gibt keine Gnade für den Mann, der vom Eisen lebt.
Zieh den Hut tief ins Gesicht, die Nacht wird kalt und lang –
Hörst du, wie die Geier singen? Das ist unser Untergang.
2. Strophe
Ich sah Städte brennen für ein bisschen gelbes Gold,
Sah Gesichter im Dreck, die das Schicksal nicht gewollt.
Hier draußen zählt kein Gesetz, kein Wort und kein Vertrag,
Hier zählt nur, wer am Abend noch die Sonne sehen mag.
Mein Pferd ist müde, meine Kehle trocken wie der Sand,
Ich bin ein Geist auf der Suche nach dem gelobten Land.
Bridge
(Die Musik wird fast flüsterleise. Nur eine einsame, hohe Mundharmonika spielt eine klagende Melodie.)
Wenn der Mond wie eine Sichel am schwarzen Himmel steht,
Weißt du, dass für Reue jede Stunde zu spät vergeht.
Das Blei ist unser Erbe, der Staub ist unser Thron...
Gott hat uns verlassen – wir ernten den Lohn.
Outro
(Der stampfende Rhythmus wird langsamer. Die Gitarre verklingt in einem tiefen, hallenden Akkord. Das letzte Geräusch ist das ferne Heulen eines Kojoten und das Klicken eines Revolverhahns.)