(Strophe 1)
Damals hab ich nicht gelebt,
doch die Schatten sind geblieben.
Sie flüstern leis in unsern Straßen,
als wär’n sie nie vertrieben.
Ich hör die Stimmen in den Hallen,
die sagen: „Wähl, vergiss den Schmerz.“
Doch ich frag mich, was ist Wahrheit,
und wo ist Menschlichkeit im Herz?
(Pre-Refrain)
Ich bin kein Feind, kein Held, kein Richter,
nur ein Mensch mit leerem Blick.
Zwischen Angst und falschen Lichtern
find ich nicht mehr ganz zurück.
(Refrain)
Ich hab kein Plan – wie schon damals,
lauf den falschen Wegen nach.
Such ein Stück von Sicherheit
in ’nem Land, das nicht mehr lacht.
Ich hab kein Plan – und doch entscheide,
ohne zu wissen, was das heißt.
Die Geschichte ruft mich leise:
„Schau hin – bevor du wieder schweigst.“
(Strophe 2)
Die alten Worte klingen neu,
doch sie tragen alte Wunden.
Wir tun so, als wär’s vorbei,
doch wir haben’s nie empfunden.
Ich seh Gesichter ohne Fragen,
seh Parolen, kalt und laut.
Und in mir wächst das leise Zittern –
hab ich zu früh vertraut?
(Pre-Refrain)
Ich bin kein Nazi, kein Prophet,
nur ein Bürger ohne Traum.
Doch vielleicht beginnt Geschichte
genau in diesem Raum.
(Refrain)
Ich hab kein Plan – wie schon damals,
lauf den falschen Wegen nach.
Such ein Stück von Sicherheit
in ’nem Land, das nicht mehr lacht.
Ich hab kein Plan – und doch entscheide,
ohne zu wissen, was das heißt.
Die Geschichte ruft mich leise:
„Schau hin – bevor du wieder schweigst.“
(Bridge)
Wenn Erinnerung verblasst,
kehrt der Nebel wieder heim.
Und wer glaubt, er wär zu klein,
der lässt das Dunkel wieder rein.
(Refrain – Finale)
Ich hab kein Plan – doch jetzt seh ich,
dass es zählt, was jeder tut.
Dass man Fehler nicht vergisst,
wenn man endlich Mut versucht.
Ich hab kein Plan – doch ich lerne,
dass man wählen muss mit Herz.
Denn die Freiheit stirbt im Schweigen,
nicht im Schmerz.