Man sieht dir nicht an, wie schwer du trägst,
wie still du jeden Tag bestehst.
Dein Lächeln ist ein dünner Schleier
über einem Herz, das leise fleht.
Du fragst dich heimlich, ob's noch lohnt,
wenn alles in dir schreit.
Doch irgendwas – ganz leise –
hält dich fest in dieser Zeit.
Du bist noch hier –
mit zitternder Seele,
mit Nächten voll Tränen
und keiner, der’s sieht.
Du bist noch hier –
auch wenn du fast fällst,
wenn alles in dir
nach Ruhe nur zieht.
Du bist der Beweis:
Es gibt ein „Trotzdem“.
Ein Herz, das nicht flieht.
Du bist noch hier.
Du liegst im Dunkeln, atmest schwer,
und hoffst, dass endlich Stille kommt.
Doch tief in dir pocht noch ein Wunsch –
so klein, so schwach, so wund.
Ein Teil in dir sagt: „Warte noch,
nur einen Tag, ein Licht, ein Ton.“
Denn manchmal ist das Weitermachen
schon ein leiser Lohn.
Du bist noch hier –
mit Rissen im Innern,
doch trotzdem ein Wunder,
das keiner versteht.
Du bist noch hier –
dein Schweigen ist ehrlich,
dein Schmerz ist ein Lied,
das durch Nächte weht.
Und jedes „Ich kann nicht“
ist ein stummes Gebet.
Du bist noch hier.
Wenn du fällst, fall nicht allein.
Ruf mich – ich hör dich,
auch wenn du kein Wort mehr hast.
Du bist nicht falsch.
Du bist nicht verloren.
Du bist nur müde…
nicht weniger wert.
Du bist noch hier –
und das reicht heut Nacht.
Du musst nicht stark sein,
du darfst einfach sein.
Du bist gewollt –
genau so, wie du bist.
Mit jeder Narbe,
mit jedem Stein.
Du bist noch hier.
Und das…
ist nicht allein.
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