(Part 1)
Ich wach auf im selben Loop, neue Uhr, alte Zeit,
Herz klopft wie’n Echo, doch es bleibt alles gleich.
Gedanken wie Nadeln, stechen rein – ganz diskret,
jede Szene wie ein Sample, das im Hirn nie vergeht.
Flashback wie'n DJ mit nur einem Track,
und ich tanze den Schmerz – choreografiert im Dreck.
Ich such den Ausgang, doch der Raum bleibt rund,
wie 'ne Uhr ohne Zeiger, wie 'ne Wunde, die nie wund.
Ich war Kind mit 'nem Koffer voll Schatten im Blick,
keine Angst vor dem Monster – ich war’s selbst, Stück für Stück.
Hab gelernt zu schweigen, bevor ich sprechen durfte,
und wer schweigt, wird geformt wie Ton unter Kurven.
Ich schreib nicht, um zu klagen – ich schreib, weil ich muss,
jeder Satz wie 'n Messer, das mir sagt: Du bist bewusst.
Ich bin kein Held, kein Patient – kein Fall für 'nen Text,
ich bin nur ein Mensch im Kreis – der sich selbst reflektiert und zerfetzt.
Wenn du fragst, wer ich bin – dann frag nicht, was ich war,
frag, wie oft ich gefallen bin – ohne dass man's sah.
(Hook – flüsternd, fast trance-artig)
Ich lauf durch Traumaschleifen – kein Anfang, kein Ziel,
doch jeder Schritt, der weh tut, zeigt, dass ich noch fühl.
Ich dreh mich in Mustern – wie Rauch ohne Wind,
doch manchmal ist Drehen der Weg, bis man neu beginnt.
Traumaschleifen – Takt in Moll,
ich trag Narben wie Melodien,
die keiner je wollt.
Doch ich schreib sie zu Liedern –
und das macht sie gold.
(Part 2)
Ich sitz da, leere Wand – doch die Bilder explodiern,
Erinnerung wie Graffiti – bleibt haften, auch wenn sie friert.
Kopf wie'n Archiv, voll toxischer Sprachen,
jede Stimme aus der Kindheit wie 'ne tickende Waffe.
"Du bist nix", "Du schaffst nix", "Reiß dich gefälligst zusammen" –
heut schreib ich diese Sätze um – mit Tinte aus Flammen.
Ich bin nicht gebrochen – ich bin Fragment mit Plan,
und jedes Teil, das fehlt, ist der Platz für neuen Wahn.
Ich war stumm in Gesprächen, laut in Träumen,
doch selbst da wurde ich wach, mitten im Versäumen.
Ich wollt fliehen, doch mein Schatten war schneller,
und jeder Ort ohne Schmerz war nur noch greller.
Ich malte Bilder mit Worten, die nie einer sah,
bis ich merkte: mein Schweigen war längst schon da.
Ich hab gelernt, dass Trauma nicht schreit –
es flüstert durch Taten,
wie ein Geist, der dich leitet,
durch Nebel aus Daten.
Doch heut halt ich die Feder – und schreib gegen den Kreis,
jede Line ein Schnitt in den Loop – kalt, präzise, leis.
(Hook – Reprise, klarer, lauter)
Ich lauf durch Traumaschleifen – kein Anfang, kein Ziel,
doch jeder Schritt, der weh tut, zeigt, dass ich noch fühl.
Ich dreh mich in Mustern – wie Rauch ohne Wind,
doch manchmal ist Drehen der Weg, bis man neu beginnt.
Traumaschleifen – Takt in Moll,
ich trag Narben wie Melodien,
die keiner je wollt.
Doch ich schreib sie zu Liedern –
und das macht sie gold.
(Outro – gesprochen, leise)
„Nicht jedes Trauma heilt –
aber es kann leiser werden…
wenn man lernt, mitzusingen.“