Der Kaffee wird kalt auf dem Fensterbrett
Neben Rechnungen, die ich verdräng’ im Bett
Die Bahn kommt zu spät, wie so oft im Jahr
Und ich tu so, als wär alles planbar
Der Himmel hängt tief über Häusern aus Stein
Im Display nur Zahlen, doch niemand sagt „bleib“
Und ich scroll durch Leben, die heller ausseh’n
Während meine Gedanken im Kreis sich dreh’n
Und ich weiß, das hier ist schon genug
Doch mein Kopf macht alles wieder klein
Wie ein Lied, das ich zu oft hör
Bis ich glaub, es passt nicht mehr rein
Und das Leben, es ist gut
Zwischen Chaos und Mut
Doch warum fühlt es sich an
Als wär alles nur grau irgendwann?
Zwischen „läuft doch ganz okay“
Und dem Wunsch, dass ich mehr seh
Ja, das Leben, es ist schön
Doch ich bleib oft einfach steh’n
Lichter spiegeln sich im nassen Asphalt
Wie Versprechen, aber werden schnell alt
Ein Lachen im Bus, irgendwo hinter mir
Klingt wie etwas, das ich mal verlier
Der Tag zieht vorbei wie ein endloser Feed
Zu viel, das passiert, doch nichts, das mich zieht
Und ich frag mich leise, ohne Sound
Warum sich alles richtig anfühlt und trotzdem nicht rund
Vielleicht such ich zu sehr nach Sinn
In jedem kleinen Detail
Und verpass dabei den Moment
Weil ich immer woanders sein will
Und das Leben, es ist gut
Zwischen Zweifel und Glut
Doch warum fühlt es sich an
Als wär alles nur grau irgendwann?
Zwischen Nähe, die kurz bleibt
Und der Zeit, die einfach treibt
Ja, das Leben, es ist schön
Doch ich kann es nicht festhalten, wenn’s geht
Vielleicht ist es der Montagmorgen
Der sich in mein Herz verirrt
Oder all die kleinen Sorgen
Die man täglich mit sich führt
Vielleicht ist da mehr Farbe drin
Als ich mir erlaub zu seh’n
Vielleicht muss ich nicht versteh’n
Um einfach weiterzugeh’n
Denn das Leben, es ist gut
Auch wenn es manchmal nicht ruht
Und vielleicht ist dieses Grau
Nur der Rahmen für das Blau
Zwischen allem, was zerbricht
Und dem leisen Gegenlicht
Ja, das Leben, es ist schön
Auch wenn wir’s nicht immer seh’n
Der Kaffee ist kalt, doch ich trink ihn noch
Und irgendwo reicht das vielleicht ja doch