[Hook x2: Male & Female]
Wir sind Schatten im Netz, eine Hülle aus Glas und aus Blei,
die Freiheit gefangen, die Wahrheit an der Oberfläche vorbei.
Wer bist du, wenn der Akku versagt und der Bildschirm erlischt?
Wenn der Staub von der Maske fällt und das Bild sich verwischt?
[Strophe 1: Male]
Dein Gesicht ein Konstrukt aus Pixeln, Glätte und Licht.
Du suchst den Halt in den Augen, doch siehst das Echte nicht.
Die Haut wie Porzellan, der Schatten ist künstlich berechnet,
hast den Kern deiner Existenz längst im Modus verschenkt.
Du wachst auf und öffnest die App, bevor du die Augen reibst,
prüfst den Wert deiner Seele anhand dessen, was dort bleibt.
Ein digitaler Abglanz deiner selbst, zu perfekt für das Sein,
schluckst die Tabletten der Anerkennung und fällst dann hinein.
In das schwarze Loch deiner Timeline, wo die Zeit einfach stockt,
während dich der Algorithmus in ein enges Korsett aus Neid lockt.
Du bist nicht mehr Du , du bist die Summe aus Filtern und Schein,
ein leeres Gefäß, das versucht, durch die Kamera wieder zu sein.
[Hook x2: Male & Female]
Wir sind Schatten im Netz, eine Hülle aus Glas und aus Blei,
die Freiheit gefangen, die Wahrheit an der Oberfläche vorbei.
Wer bist du, wenn der Akku versagt und der Bildschirm erlischt?
Wenn der Staub von der Maske fällt und das Bild sich verwischt?
[Strophe 2: Female]
Ich betrachte dein Profil, eine Aneinanderreihung von Trug,
jeder Post ein Indiz für den geistigen, stillen Betrug.
Du inszenierst dich als Retter in einer Welt voller Schmerz,
doch die Empathie ist ein Update, das fehlt in deinem Herz.
Du baust dir ein Denkmal aus Lügen, die sich jeder nur leiht,
in der stummen Gewissheit: Hier zählt nur die Sichtbarkeit.
Du brauchst die Bestätigung fremder Menschen, um dich zu fühlen,
während wir in den Abgründen unserer eigenen Einsamkeit wühlen.
Das ist die Ära der Blendung, wo man Wahrheit nur in Daten misst,
und am Ende des Tages das Wesentliche bei dir zu Hause vergisst.
Du bist ein Algorithmus-Sklave, programmiert auf das schnelle Glück,
und schaust weinend in den Spiegel, doch der zeigt dir kein Stück.
[Bridge: Male & Female]
Das Licht blendet, die Kanten sind scharf, die Menschheit erstarrt,
wir sind Geiseln der Technik, die uns in den Abgrund bewahrt.
Schalt es ab, schalt es ab, bevor der letzte Funke einfach verglüht,
und das, was dich ausmacht, in der Datenwolke leise verblüht.
Wir sind nur noch Rauschen, eine Frequenz ohne echten Klang,
der Verlust der Seele beginnt mit dem ersten Klick den Empfang.
[Hook x2: Male & Female]
Wir sind Schatten im Netz, eine Hülle aus Glas und aus Blei,
die Freiheit gefangen, die Wahrheit an der Oberfläche vorbei.
Wer bist du, wenn der Akku versagt und der Bildschirm erlischt?
Wenn der Staub von der Maske fällt und das Bild sich verwischt?