[Strophe 1: Male]
Daumenbewegung als Taktgeber, mein Leben im Zehn-Sekunden-Format,
ich swipe an der Wahrheit vorbei, während der Algorithmus mich frisst, starr und glatt.
Synapsen im Koma, gefüttert mit Schrott aus der Cloud,
du hast dir den Verstand in Zweitausendsechsundzwanzig längst abgebaut.
Keine Fragen mehr, nur noch Konsum, der Puls rast bei jedem neuen Feed,
ein digitaler Parasit, der dir direkt ins Rückenmark zieht.
Du schreibst über Tiefe, doch deine Worte sind hohl wie der Schacht,
in dem dein Ego bei jedem blöden Like leise für sich selber lacht.
[Hook x2: Male & Female]
Scroll-Tod, jeder Swipe ein weiterer Schritt in das schwarze Loch,
wir sind nur Geister im Datenmüll, gefangen im eigenen Joch.
Keine Seele mehr da, nur noch Rauschen im digitalen Blut,
Zweitausendsechsundzwanzig – wir ersticken an der eigenen Flut.
[Strophe 2: Female]
Ich seh’ dein Gesicht auf dem Screen, maskiert durch den KI-Filter-Wahn,
du hast den Bezug zum Fleisch und Blut längst verloren, auf dieser Bahn.
Deine Freunde sind nur Nullen, ein Heer aus Schatten ohne Gesicht,
die dich halten für einen Gott, obwohl aus dir nur das Nichts bricht.
Du nennst es Leben, ich nenn’ es einen schleichenden, digitalen Infarkt,
jeder Kommentar eine Lüge, die sich tief in den Schädel einhakt.
Ihr seid die Generation, die sich selbst beim Sterben im Livestream filmt,
während draußen der echte Himmel unter der Last eurer Ignoranz schimmert.
[Bridge: Male & Female]
Hör auf zu scrollen, schau weg, spürst du wie die Welt da draußen bebt?
Dass unter dem Display noch irgendwas Wahres in der Dunkelheit lebt?
Nein, du hast Angst vor der Stille, Angst vor dem, was du ohne Netz bist,
ein leeres Skelett, das nur noch existiert, weil du die Wahrheit vergisst.
[Hook x2: Male & Female]
Scroll-Tod, jeder Swipe ein weiterer Schritt in das schwarze Loch,
wir sind nur Geister im Datenmüll, gefangen im eigenen Joch.
Keine Seele mehr da, nur noch Rauschen im digitalen Blut,
Zweitausendsechsundzwanzig – wir ersticken an der eigenen Flut.
[Strophe 3: Male & Female]
Das Ende ist kein Knall, sondern das leiseste Klicken im Raum,
wenn du merkst, dass dein ganzes Sein nur ein gestohlener Traum.
Zweitausendsechsundzwanzig – die Menschheit hat sich selbst wegoptimiert,
wir sind nur noch Datenleichen, die im Algorithmus-Dreck krepiert.
Du willst die Lösung? Es gibt keine, nur den Absturz in die echte Zeit,
raus aus dem Loop, weg vom Screen, rein in die rohe Einsamkeit.
Doch du greifst wieder zum Handy, aus alter, erlernter Gier,
ein Sklave des Scrollens, bis nichts mehr bleibt, außer dem digitalen Tier.
Du bist am Ziel, das Licht erlischt, der Bildschirm wird endlich schwarz,
und in der Stille erkennst du: Deine Existenz war nur ein fader Schmarz.