[Strophe 1: Male]
Die letzte Verbindung gekappt, der Serverraum brennt in meinem Kopf,
ich schlag die Tür hinter mir zu, befreie mich aus diesem schmierigen Tropf.
Zweitausendsechsundzwanzig, die Ära der Blendung ist hier und jetzt vorbei,
kein Update der Welt macht mich frei, nur dieser Bruch macht mich neu.
Ich seh' das Tageslicht, es brennt in den Augen, die nur Pixel kannten,
keine Likes, keine Follower, nur noch die Schatten, die mich verbannten.
Ich lösch den Account, die Historie, die digitale Identität im Nu,
ein Reset meiner Seele, ich schließe endlich die Augen, finde Ruh'.
[Hook x2: Male & Female]
Reset, wir fangen bei Null an, in der Asche von dem alten Schein,
kein Algorithmus mehr, wir zwingen uns wieder in das Menschsein rein.
Die Welt ist kaputt, doch sie gehört uns – ohne Glanz und ohne Code,
zweitausendsechsundzwanzig, der Weg zurück aus der digitalen Not.
[Strophe 2: Female]
Ich zieh die Stiefel an, geh raus in den Regen, der den Dreck nicht wäscht,
weil die Lüge, in der wir lebten, zu tief in das Fleisch sich durchfresst.
Wir sind die Überlebenden einer Ära, die sich selbst im Netz verschlang,
jetzt stehen wir hier, ohne Maske, im eigenen, echten, rauen Klang.
Kein "Teilen", kein "Speichern", kein "Gefällt mir" für den leeren Schein,
wir müssen lernen, wieder für uns ganz allein der Spiegel zu sein.
Es tut weh, das zu sehen, was wir aus Gier und aus Dummheit verspielten,
während wir uns im digitalen Rausch in den sozialen Abgründen kühlten.
[Bridge: Male & Female]
Spürst du die Kälte? Das ist die Freiheit, die sich in die Lungen frisst,
endlich ist alles egal, weil du nicht mehr das Produkt deiner Daten bist.
Zweitausendsechsundzwanzig – das Ende der Show, das Licht geht aus,
wir treten aus dem Käfig, direkt in das dunkle, echte Leben hinaus.
Kein Reset ohne Narben, kein Weg ohne Schmerz in dieser harten Zeit,
doch die Wahrheit ist die einzige Waffe gegen die digitale Einsamkeit.
[Strophe 3: Male & Female]
Es bleibt nur der Boden, auf dem wir stehen, wenn die Bildschirme schweigen,
wir müssen uns nicht mehr beweisen, wir müssen uns endlich nur noch zeigen.
Keine Fassade mehr, kein Glanz, nur die nackte, ungeschminkte Not,
die Welt dreht sich weiter, auch ohne unser digitales, falsches Gebot.
Zweitausendsechsundzwanzig – wir sind endlich wieder aus der Matrix raus,
ich atme tief ein, schau nach vorne, geh aus dem digitalen Gefängnis aus.
Es ist der Anfang vom Ende, der Start in ein Leben, das wirklich noch existiert,
während da draußen die Welt ohne uns im Netz völlig den Verstand verliert.
Wir sind weg, wir sind frei, wir sind Menschen in einer Welt ohne Licht.
[Hook x2: Male & Female]
Reset, wir fangen bei Null an, in der Asche von dem alten Schein,
kein Algorithmus mehr, wir zwingen uns wieder in das Menschsein rein.
Die Welt ist kaputt, doch sie gehört uns – ohne Glanz und ohne Code,
zweitausendsechsundzwanzig, der Weg zurück aus der digitalen Not.