Schwarzer Staub auf meiner Haut,
Straßen aus Beton und Rauch.
Fördertürme wie Kreuze im Licht,
jede Narbe erzählt meine Geschicht’.
Nächte kalt, der Himmel tief,
Sirenen singen mich in den Schlaf.
Hier lernte ich, wie man überlebt,
wo das Herz aus Stahl sich selber schlägt.
[Pre-Chorus]
Unter Neon und grauem Mond
hör ich ein Flüstern, das mich holt.
[Refrain]
Zwischen Kohle und Gezeiten
steh ich fest und will doch flieh’n.
Ruhrpott hält mich mit beiden Händen,
doch mein Blick geht Richtung Meer und Wind.
Nordsee, rufst mich durch die Nacht,
salzig, wild und ungezügelt.
Meine Heimat brennt aus schwarzer Macht,
meine Sehnsucht trägt die Gischt im Blut.
[Strophe 2]
Schienen führen nirgendwohin,
außer tiefer in mich hinein.
Kneipenlicht und müde Gesichter,
wir sind mehr als das, was man uns verzeiht.
Hier schlägt das Herz im Viervierteltakt,
zwischen Schichtende und letzter Bahn.
Doch wenn ich die Augen schließ,
seh ich Wellen statt Schornsteinqualm.
[Pre-Chorus]
Im Regen schmeckt die Luft nach Salz,
auch wenn er hier nur Asche trägt.
[Refrain]
Zwischen Kohle und Gezeiten
steh ich fest und will doch flieh’n.
Ruhrpott hält mich mit beiden Händen,
doch mein Blick geht Richtung Meer und Wind.
Nordsee, rufst mich durch die Nacht,
mit Sturm in deiner Stimme.
Meine Heimat gibt mir ihre Kraft,
doch die Freiheit liegt im Wellensinn.
[Bridge]
Ich trag den Pott in meinem Namen,
in meinen Schuhen, in meinem Gang.
Doch meine Träume sind wie Boote,
die man nicht für immer ankern kann.
[Finaler Refrain]
Zwischen Kohle und Gezeiten
bin ich beides – hier und dort.
Ruhrpott, du bist meine Wurzeln,
Nordsee, du bist mein geheimer Ort.
Wenn ich geh, dann nur im Kreis,
denn mein Blut kennt jeden Weg.
Aus Stahl geboren, vom Wind gereist,
Heimat ist, was in mir schlägt.
[Outro]
Wind verweht den letzten Rauch,
doch ich trag ihn weiter –
bis ans Meer