Wenn s’Tal redä chönnt
[Intro]
GL…
Hüt kei Lied zum Fiire.
Hüt eis zum Lose.
Will mängisch isch es still im Tal –
aber nöd, will nüt passiert.
[Verse 1]
Mir händ Bärge, wo üs schützed, doch mängisch au erdrücked,
jeder kennt fascht jede, drum lernsch dini Träne z’verstecke.
Am Stammtisch wird glacht, „Ja, bi mir lauft alles guet“,
doch keine gseht, was passiert, wenn d’Türe hinder dir zue tuet.
D’Wohnige werded tüürer, dr Lohn chunnt fascht nöd nah,
Familie rechnet jede Franke, bevor sie go poschte cha.
Dr Vater schafft am Limit, d’Mueter organisiert,
und s’Chind merkt scho mit zwölfi, dass öppis nümme funktioniert.
Mir baued, mir produziered, mir schaffed Tag für Tag,
doch immer meh hend s’Gfühl, dass mer trotzdem weniger mag.
Und während irgendwo entschiede wird, wie üses Morn söll sii,
fragt sich dr Büezer am Abig: „Wo bliib eigentlich ich debii?“
[Hook]
🔥 GLARNERLAND – HÖRSCH DU ÜS NO?
Zwüsche Fels und Linth wird’s mängisch verdammt still.
Mir hend alles vor dr Türe, doch sueched immer meh,
und merked erscht was mir gha hend, wenn mir’s nümm gseh.
GLARNERLAND – HEB SORG ZU DIR!
Zu de Lüüt, zu de Bärge, zu allem, was no bliibt.
Fortschritt isch wichtig – doch bevor alles verschwindt:
Frög die, wo da läbed, was Heimat für sie sind.
[Verse 2]
Am Weekend rollt dr Verkehr, Kolonne durchs Tal,
alli wänd Natur, doch Natur zahlt mängisch dr Preis dafür bar.
Parkplätz voll, Seeufer voll, jede suecht sis Paradies,
doch wer räumt am Sunntig z’Abig uf, wenn dr letschti Gast abreist?
Jungi säged: „Da lauft nüt“, und gönd Richtung Stadt,
andri wänd da bliibe, finded aber kaum, was Zukunft für sie hat.
Vereine sueched Nachwuchs, Beize löschend s’Liecht,
und jedes verschwundene Stück Dorf chunnt meistens nümm zrugg.
Doch mir sind au nöd unschuldig, mir schimpfed und gönd hei,
„Öpper sött öppis mache!“ – aber wer söll dä Öpper sii?
Vielleicht fangt Heimat genau dört aa, wo me Verantwortung nimmt,
wo nöd nur dr Lautischti schreit, sondern au dr Leisischti stimmt.
[Bridge – ruhig]
Und irgendwo sitzt en alte Maa
und luegt uf s’Tal, wo er als Chind scho kennt.
Er seit:
„Veränderig het’s immer geh…
aber vergessed nie,
warum ihr da so gärn dehei sind.“
[Verse 3]
Denn trotz allem – lueg emal ume, wenn d’Sunne über d’Felse chunnt,
wenn dr erscht Schnee uf de Gipfel liegt und Nebel durchs Unterland zieht.
Wenn Nachbere helfed, bevor überhaupt öpper fragt,
wenn nach em Sturm am Morge s’halbe Dorf mitenand apackt.
Das isch Glarus.
Nöd perfekt und nöd gross.
Aber echt bis uf d’Chnoche, und genau das macht üs stolz.
Mir bruuched kei Hochglanz, kei künstlichi Identität,
mir bruuched Lüüt, wo no wüssed, dass Gemeinschaft nöd im Internet entsteht.
Alt und Jung, Büezer, Bauer, Büro – völlig egal,
wenn mir üs gegesitig verlüüred, verlüüred mir s’Tal.
[Final Hook – gross]
🔥 GLARNERLAND – HÖRSCH DU ÜS NO?
Mir sind no da, und mir gönd nöd eifach fort.
Vom Tödi bis nach Bilte, jedes Dorf, jede Ort,
tausig Gschichte – doch Heimat het nur eis Wort:
GLARNERLAND – HEB