Strophe 1
Manche Nähe wirkt wie Heimat,
bis der Blick sich plötzlich senkt.
Manche Stimmen klingen ehrlich,
bis das Schweigen alles lenkt.
Wenn Verbindung still zerfällt,
ohne Groll, doch ohne Halt –
bleibt nur Stille in der Luft
und ein Raum, der leerer hallt
Strophe 2
Wenn das Herz sich nicht erklärt,
wenn die lüge niemand stört,
wird das Gehen zur Vermeidung,
nicht zur Geste, die gehört.
Nicht der Abstand sagt am meisten,
sondern das, was nie gesagt.
Und die Schritte, die verschwinden,
sind oft Schuld, die niemand wagt.
Refrain
Denn viele gehn
nicht, weil sie stark sind – sondern weil sie’s nicht ertragen.
Nicht, weil du falsch warst –
sondern weil sie was in sich nicht sagen.
Es ist nicht Reife,
wenn man flieht vor dem, was weh tut.
Oft ist es Schuld,
die schweigt, statt zu verstehn
Strophe 3
Manche Wunden sind verborgen,
hinter Masken aus Verstand.
Manche Trennungen geschehen,
ohne Abschied ohne Lebewohl
Und es bleibt nur dieses Wissen:
Nicht der Fehler war zu groß –
sondern Mut, sich dem zu stellen,
was im Innern heimlich floh.
Bridge
Reife klingt wie klare Wege,
wie bewusstes Weitergeh’n –
doch so oft führt dieses Schweigen
nur am Eig’nen sein vorbei.
Wer nicht schaut, was drinnen lebt,
wird im Andern nicht Verstehen
Refrain (wiederholt)
Denn viele gehn
nicht, weil sie reif sind – sondern weil sie sich verstecken.
Nicht, weil du falsch warst –
sondern weil sie sich nicht selbst entdecken.
Es ist nicht Stärke,
wenn man schweigt und alles meidet.
Oft ist’s nur Schuld,
die das Herz im Dunkeln leitet
Und manchmal bleibt nur dieses Wissen:
Nicht jede Trennung war gerecht.
Manche gehen,
weil die Wahrheit zu ehrlich ist – zu echt.
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