Sie fällt.
Nicht einfach so,
sondern mit allem, was sie ist.
Mit Träumen, die wie Glas zersplittern,
mit einer Liebe, die sich selbst verlor,
mit einem Lächeln, das niemand sah.
Sie fällt in sich hinein,
in Nächte, die kein Ende kennen,
in Fragen, die nur weh tun,
in Stille, die schreit.
Und niemand hört sie.
Denn starke Frauen, sagt man,
brechen nicht.
Doch sie weiß:
Stärke ist nicht still.
Stärke blutet.
Stärke weint.
Stärke fleht –
„Bitte... nur noch einmal atmen.“
Sie liegt am Boden,
die Hände leer,
das Herz ein Schlachtfeld.
Doch mitten in der Asche
regt sich etwas Kleines –
ein Flüstern, kaum hörbar:
„Du bist noch da.“
Und langsam,
zitternd,
mit Tränen auf den Lippen,
richtet sie sich auf.
Nicht weil sie muss,
sondern weil sie sich selbst
nicht aufgeben kann.
Sie heilt nicht schnell.
Nicht in Tagen.
Nicht in Wochen.
Aber sie heilt –
in leisen Momenten,
in Berührungen mit sich selbst,
in der Vergebung,
die sie sich nie erlaubte.
Und eines Tages,
wenn niemand hinsieht,
steht sie da –
nicht wie vorher,
sondern größer.
Tiefer.
Wahrer.
Sie lacht.
Nicht weil alles gut ist.
Sondern weil sie weiß:
Sie hat sich selbst gerettet.
Und das,
das ist Liebe.