In staubigen Gassen liegt Schweigen im Wind,
ein leeres Gesicht, das vom Hunger spricht.
Die Sonne brennt gnadenlos auf ein Kind,
das fragt: „Mama, warum gibt es heut’ nichts?“
Ein Lächeln, das langsam im Schatten zerbricht,
zu schwach, um zu weinen, zu klein für das Licht.
Die Welt schaut vorbei mit gesenktem Blick,
und die Träne sieht niemand, die bricht.
Wie viele Kinder müssn Hoffnung verlier’n,
bis wir begreifen: Auch Schweigen kann töten wie Gier.
Die Teller sind voll in Palästen aus Gold,
doch das Leben dort draußen ist bitter und kalt.
Sie zählen Gewinne, wir zählen das Leid –
wer wiegt schon den Schmerz in der Waagschale Zeit?
Wenn ein Herz schlägt und keiner es hört,
wenn ein Kind stirbt und niemand es stört,
dann fragt sich die Erde, warum sie sich dreht,
wenn Menschlichkeit schweigt und die Hoffnung vergeht.
Wo bleibt das Brot, das doch keiner vermisst,
wo ist die Stimme, die Wahrheit verspricht?
Wie viele Kinder müssn Hoffnung verlier’n,
bis wir begreifen: Auch Schweigen kann töten wie Gier.
Ein letzter Blick in die endlose Nacht –
ein Flüstern: „Ich hab' an euch gedacht …“
Doch Gedanken ernähren kein hungerndes Kind.
Sag mir, Menschheit – wann wurdest du blind?