Ey,
Ich glaub nicht an Gott, doch wenn es einen da oben gibt,
Dann hat er mich gestoßen, bis ich wieder unten lieg.
Denn nur so stand ich auf, hab gelernt wieder zu gehen,
Ohne diesen Sturz wär ich niemals heut zu sehen.
Hab den Weg erst gefunden, als ich fast zerbrochen bin,
Aus Trümmern neues Leben, Digga, das war mein Gewinn.
Musste rein in diese Rolle, ob ich wollte oder nicht,
Familienoberhaupt, Digga, keiner sonst in Sicht.
Wer hätte’s sonst getan, als mein Vater nicht mehr war?
Diese Lücke war so groß, unendlich, unsichtbar.
Und ja, ich hatte Angst, Bruder, jeder Schritt ein Krieg,
Doch ich wusste, es ist Zeit, also nahm ich den Sieg.
Bereit sein heißt nicht stark sein, heißt nur trotzdem weiter machen,
Denn wer soll’s sonst übernehmen? Wer soll tragen unsre Lasten?
Ich hab mein Leben lang gedacht,
ich wär nur ganz klein,
doch tief in mir drin
wollt ich immer weltweit sein.
Und das Feuer in mir war groß,
doch ich konnt es nicht sehen—
jetzt mach die Tür weit auf,
denn bald wirst du mich dort stehen sehen.
Ich komm nach Hause,
und ich werd nie wieder gehen,
ich jag die Geister hier raus,
bis wir zusammen wieder stehen.
Ich hab nicht nur Frau und ein Haus,
Digga, ich hab ein Leben.
Und das geht weiter geradeaus,
auch wenn hier Teile fehlen.
Schau ich nach vorn, seh ich meine Tochter,
sie braucht den Schwung, den ich ihr geb.
Und wenn ich zurückblicke, seh ich meine Mutter
in Trauer, seit der Tag kam, an dem er nicht mehr lebt.
58 Jahre, jetzt allein, ohne Kompass, ohne Sicht,
doch sie soll weiter leben, Unglück verdient sie nicht.
Ich geb mein Bestes jeden Tag, auch wenn es mich zerreißt,
und ja, das fordert viel, Bruder, mehr als man begreift.
Doch ich weiß, ich bin nicht allein, wir tragen uns im Team,
das ist mein Ziel: dass wir zusammen durch die Stürme zieh’n.
Und vielleicht da oben schaut einer zu, sauber und rein—
und gibt uns Stärke, wenn wir fallen, wieder aufzustehen.
Ich hab mein Leben lang gedacht,
ich wär nur ganz klein,
doch tief in mir drin
wollt ich immer weltweit sein.
Und das Feuer in mir war groß,
doch ich konnt es nicht sehen—
jetzt mach die Tür weit auf,
denn bald wirst du mich dort stehen sehen.
Ich komm nach Hause,
und ich werd nie wieder gehen,
ich jag die Geister hier raus,
bis wir zusammen wieder stehen.
Ich glaub, ich finde meinen Weg,
weil ich jeden Tag dazulerne.
Und ich pass besser auf mich auf,
sonst lässt Besti keine Sterne.
Ey, das Leben ist ein Freak,
ich lern zu leben, kurz bevor er geht.
Früher wollt ich ’nen Sarg aus Teak,
heut kämpf ich dafür, dass mein Herz schlägt.
Egal wie hart es ist,
ich weiß, das Leben kann gelingen.
Lag am Boden, stand auf der Brücke—
doch war zu feige zum Springen.
Heute brauch ich keinen Mut mehr für die Lücke,
ich nutz sie, um Neues zu beginnen.
Aus dem Loch mach ich ’ne Bühne,
und aus der Stille ein Gewinnen.