Für eure Kriege, für euren Hass
Für eure Helme, aus kaltem Stahl
Für eure Flaggen, die nur Trennung stift’
Meine Kinder geb ich euch nicht
Nein –
Meine Kinder geb ich euch nicht
Ich seh die Straßen voller Plakate
Ein Werben fürs Sterben, ganz ohne Gnade
Sie reden von Ehre, reden von Pflicht
Doch bei aller Liebe nur falsches Gesicht
Ihr nennt es Verteidigung, ich nenn’s Gewalt
Ihr schickt sie jung, und sie kommen alt
Was für ein Land braucht Opfer aus Fleisch?
Was für ein Traum endet unterm Grabstein begraben
Ich halt sie fest, wenn die Welt zerbricht
Und sag: Meine Kinder geb ich euch nicht
Für eure Schlachten, für euer Gift
Für jede Lüge, die Wahrheit frisst
Für eure Macht und euer Gericht
Meine Kinder geb ich euch nicht
Nein –
Meine Kinder geb ich euch nicht
Ich hab sie lachen geseh’n im Sonnenschein
Mit Lachen in den Augen auf Wegen aus Glück
Sie kennen kein „Feind“, kein „Wir gegen die“
Sie woll’n nur leben – frei, ohne Krieg
Und dann kommt ihr mit Marschmusik
Mit Uniform und kalter Logik
Ihr nennt es Pflicht, doch es riecht nach sterben
Nach alten Männern, die Träume verderben
Nicht mit mir, ich brech das Licht
Denn meine Kinder geb ich euch nicht
Sie sind nicht eure Zahlen
Nicht eure Armee
Sie sind Hoffnung mit Namen
Keine Ware für das System
Sie sind Herz, sie sind Leben
Und sie geh’n ihren Weg
Ohne eure Befehle ohne euer Gewehr
Für eure Kriege, für euren Hass
Für eure Helme, aus kaltem Stahl
Für eure Flaggen, die nur Trennung stift’
Meine Kinder geb ich euch nicht
Nein –
Meine Kinder geb ich euch nicht
Für den Krieg geb ich euch meine Kinder nicht
Kein Hass, kein Tod, Kein Schwur, kein Eid – ich brech das Gewicht
Denn eines bleibt sicher: Meine Kinder nicht
Nein...
meine Kinder geb ich euch nicht.