Ich trug dich in Gedanken weiter,
als du schon längst gegangen warst.
Mal warst du sanft, mal warst du heiter,
doch nie das, was du wirklich warst.
Ich malte dich in Licht und Liebe,
wo Schatten längst die Wahrheit schrieb.
Ich hielt an Träumen wie an Dieben,
und glaubte, dass dich Hoffnung bliebe
Du hast nicht viel getan zum Brechen,
kein lautes Wort, kein harter Schlag.
Es war das Schweigen zwischen Schwächen,
das mich zerfrisst bis heut’ noch,
Nicht du, nicht deine kalten Taten
sind’s, die mein Innerstes verwund’n —
es war mein Warten, mein Beraten
mit einem Herz, das sich verschwund’n.
Ich war die Tür, die offenstand,
auch als der Sturm sie längst zerschlug.
Ich war die bitt’re eigne Hand,
die sich belog mit jedem Trug.
Ich dachte: Diesmal wird’s nicht wehtun.
Diesmal sieht jemand wirklich hin.
Doch falsche Hoffnung bleibt ,
das stirbt, sobald ich ehrlich bin.
Wie oft hab’ ich mich selbst verraten,
um für ein „Vielleicht“ zu geh’n?
Hab’ in den Narben deiner Taten
noch mein „Vielleicht“ geschrieben geseh’n.
Nun sitz’ ich hier mit offnem Blick,
und frage leise, fast zu spät:
Wie oft ist Schmerz nur das Zurück
von dem, was niemals wirklich geht?
Es ist nicht Wut, nicht Hass, kein Zorn,
der meine Seele still verletzt
nur dieses eine, dumpfe Korn:
Dass ich auf Liebe falsch gesetzt
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