Es gibt eine Einsamkeit in mir, die niemand außer ganz wenige Ausnahmen sieht. Ich bin
umgeben von Menschen, höre ihre Stimmen, teile ihre Momente – und doch bleibt in mir eine Leere, die nicht vergeht. Ich lache, ich rede, ich funktioniere, aber tief in meinem Inneren fühle ich mich oft nicht wirklich verbunden. Es ist nicht so, dass ich niemanden hätte. Es gibt Menschen, die mich mögen, die mir zuhören, die mich begleiten. Und trotzdem bleibt da dieses Gefühl, als wäre ich auf einer anderen
Wellenlänge, als würde etwas in mir nicht ganz in diese Welt passen. Gespräche fühlen sich an wie Maskenspiele, Nähe bleibt oft nur eine Illusion. Oft frage ich mich, ob es an mir liegt. Ob ich zu verschlossen bin, zu anders denke, zu wenig
von mir zeige. Oder ob es einfach Teil meines Wesens ist – dieses tiefe Gefühl, allein zu sein, selbst wenn ich nicht alleine bin. Vielleicht suche ich nach etwas, das es nicht gibt. Vielleicht wünsche ich mir eine Verbindung, die zu tief, zu echt, zu schwer zu finden ist. Und doch gibt es Momente, in denen ich Frieden finde. In der Stille, in meinen Gedanken, in den kleinen Dingen, die mich berühren. Vielleicht ist meine Einsamkeit kein Makel, sondern
einfach ein Teil von mir. Vielleicht bedeutet sie nicht, dass ich verloren bin – sondern dass ich auf dem Weg bin, mich selbst zu finden und wirklich zu verstehen.