Titel: Asche unter der Krone
[Intro – gesprochen]
Sie reden von Ordnung, doch bauen auf Sand.
Die Welt trägt Masken, ich seh nur die Hand,
die lenkt, was wir fühlen, was wir noch glauben.
Ich schreib, weil Denken gefährlich geworden ist.
[Part 1]
Zahlen regieren die Köpfe, nennen es Vernunft,
Märkte wie Tempel, doch keiner wird hier gesund.
Man predigt den Frieden mit Waffen im Arm,
nennt es Stabilität, doch meint nur den Plan.
Politik spricht in Schleifen, geschniegelt und leer,
viel Lärm um Moral, doch das Rückgrat bleibt schwer.
Man weiß es, doch schweigt, weil Wahrheit hier kostet,
und Schweigen bequemer ist, solange man profitiert.
Menschen im Hamsterrad rennen für Status,
träumen von Freiheit, doch füttern den Apparat selbst.
Sie fragen nicht warum, nur was bringt es mir ein,
und wundern sich später, warum sie innerlich schrein.
Ich trag Zweifel wie Narben, nicht Schmuck für die Show,
kein Lächeln für Likes, ich bleib unbequem roh.
Denn aus innerem Druck, aus dem Chaos im Kern,
wird kein Frieden geboren – nur Klarheit, die brennt.
[Hook]
Aus Asche wird Feuer, aus Stille ein Schrei,
unter Kronen aus Gold fault die Wahrheit dabei.
Wenn alles zerbricht, was uns Ordnung verspricht,
bleibt der Wille, der sagt: Ich verneige mich nicht.
Aus Asche wird Feuer, sieh, wie es sich schürt,
was verboten zu denken, wird jetzt formuliert.
Keine Ketten aus Angst, keine Lügen mehr schick,
nur der Mensch gegen die Nacht, Schritt für Schritt.
[Part 2]
Sie verkaufen uns Angst wie ein Abo fürs Leben,
nennen es Schutz, doch meinen nur nehmen.
Kriege auf Abstand, die Bilder gefiltert,
damit keiner merkt, wie Moral hier verwittert.
Wer fragt, wird zum Feind, wer zweifelt, ist falsch,
Diskurs nur erlaubt, wenn er harmlos bleibt, kalt.
Gedanken sind wild, nicht gemacht für den Stall,
wer sie einsperrt, verliert irgendwann die Kontrolle total.
Man sagte uns früh: Pass dich an, dann wird’s leicht,
doch nichts ist so schwer wie ein Leben, das kneift.
Sinn liegt nicht im Frieden aus innerer Flucht,
sondern im Blick in den Abgrund mit offenem Mut.
Nicht jeder Sturm ist ein Fehler im Plan,
manches muss brennen, damit Neues entstehen kann.
Was keinen Preis hat, hat selten Gewicht,
und was nie hinterfragt wird, überlebt Geschichte nicht.
[Hook – letzter Durchgang]
Aus Asche wird Feuer, aus Stille ein Schrei,
unter Kronen aus Gold fault die Wahrheit dabei.
Wenn alles zerbricht, was uns Ordnung verspricht,
bleibt der Wille, der sagt: Ich verneige mich nicht.
[Outro – gesprochen]
Nicht jede Revolution schreit laut.
Manche beginnen leise.
Im Denken.