(Strophe 1)
Gekommen, ohne selbst zu wählen,
Ein Kind der Hoffnung, still und klein.
Die Jahre flogen wie die Schwalben,
Und ich wuchs in Mauern ein.
Vater, Mutter, voller Träume,
Sie bauten Leben Stein für Stein.
Doch auch wenn ich hier geboren –
Bin ich für dich nicht „ganz“ daheim.
(Refrain)
Deutschland, was ist mit dir passiert?
Warum ist mein Gesicht dir fremd?
Nicht mal deine eignen Kinder
Trägst du wirklich in dein Herz.
Ich sprech’ deine Sprache, fühl’ dein Land,
Doch ich steh’ immer noch am Rand.
Deutschland, sag – was ist mit dir passiert?
(Strophe 2)
Ich ging zur Schule, stand im Regen,
Träumte groß wie jedes Kind.
Doch oft war ich nur der „Andere“,
Ganz egal, wie treu ich bin.
Und wenn ich fragte: „Wer bin ich?“
Kam das Schweigen wie ein Schlag.
Wie ein Gast im eignen Zimmer
Leb’ ich hier – Tag für Tag.
(Refrain)
Deutschland, was ist mit dir passiert?
Warum ist mein Gesicht dir fremd?
Nicht mal deine eignen Kinder
Trägst du wirklich in dein Herz.
Ich sprech’ deine Sprache, fühl’ dein Land,
Doch ich steh’ immer noch am Rand.
Deutschland, sag – was ist mit dir passiert?
(Bridge)
Vielleicht kommt ein Morgen,
Wo kein Name mehr trennt.
Wo Herkunft kein Urteil,
Und Respekt sich nicht hemmt.
(Refrain/Outro)
Deutschland, ich glaub noch an dein Licht,
Auch wenn du heut die Augen schließt.
Denn irgendwann wirst du versteh’n:
Deine Zukunft trägt mein Gesicht.
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