Auf’m Acker brüllt der Motor, doch am Abend wird’s erst wild,
denn im Dorf zählt nur das Feuer, das uns alle zusammen hält.
Bierkisten auf Paletten, einer ruft: „Der Most ist kalt!“,
und bevor die Sonne untergeht, sind wir schon wieder knallhart.
Die Traktoren stehen sauber aufgereiht vorm Festplatz,
jeder zeigt sein bestes Stück, als wär’s ein goldener Schatz.
Der Boden vibriert, wenn einer Gas gibt, nur zum Spaß,
und währenddessen kippen wir den nächsten Humpen in uns rein – zack, Glas!
Der Alte bringt ’nen Schnaps, von dem keiner weiß, wie alt,
der brennt wie Feuer, doch im Dorf schmeckt uns genau dieser halt.
Jemand packt die Gitarre aus, doch keiner hört sie richtig,
zu viel Lärm, zu viel Lachen, jeder Pegel viel zu wichtig.
Einer schreit: „Bruder, trink!“, und du weißt, es gibt kein Nein,
denn im Dorf wird jeder Abend grundsätzlich eskalieren müssen.
Bier läuft über Tische, Becher fliegen durch die Scheune,
und die Tanzfläche ist Matsch, doch das stört keine Leute.
Jemand fällt vom Strohballen runter, alle lachen laut,
und wer noch stehen kann, hilft ihm hoch, so läuft das bei uns halt.
Die Mädels tanzen barfuß, Jungs am Feuer drehen Kreise,
und irgendeiner fängt an, wieder die Dorfhymne zu schreien.
Später gibt’s Diskussionen, wer am meisten verträgt,
doch beweisen muss man nichts – der Pegel redet für uns selbst.
Der Mond hängt über’m Feld, doch keiner denkt ans Schlafen,
wir trinken weiter, weil die Zeit hier sowieso nichts zu sagen hat.
Der Nächste holt den Apfelwein, der schmeckt wie reiner Tod,
doch nach zwei, drei Schlucken wirkt er wie reines Königsgold.
Einer mixt was Komisches, das keiner aussprechen kann,
doch wir trinken’s trotzdem, weil im Dorf das keiner hinterfragt.
Morgengrauen schleicht vorbei, irgendwer liegt im Gras,
ein anderer fährt ’nen Traktor heim – total daneben, aber passt.
Und wenn wir heimwärts torkeln, jeder voll, doch jeder lacht,
dann wissen wir: Das Dorf hat uns mal wieder durchgemacht.
Und morgen fragt auch keiner, wer zu wild oder zu laut,
denn wir leben diesen Spirit, der uns hier zu Brüdern baut.
Dorfleben ist’n Film, jede Nacht ein neues Kapitel,
Traktoren, Bier und Chaos – das ist unser wahres Mittel.