(Strophe 1)
Du zeigst mit dem Finger, doch merkst gar nicht mehr,
Wie viel Staub auf deiner eigenen Scheibe wär.
Du zählst jede Narbe auf fremder Haut,
Doch versteckst deine eigne, wenn keiner schaut.
(Pre-Chorus)
Wir sind alle nur Menschen, mal falsch, mal wahr,
Doch wer immer nur richtet, bleibt einsam verdammt für immer
(Refrain)
Wenn du Fehler suchst, schau nicht so weit,
Das Fernglas verzerrt nur die Wirklichkeit.
Sieh in den Spiegel, ganz ohne List
Da findest du mehr, als du je vermisst.
(Strophe 2)
Du sprichst über Schwächen mit scharfem Ton,
Doch hörst deine eignen
Hinter Masken aus Urteilen, kalt wie frost
Wächst doch auch Zweifel, nur nicht so groß
(Pre-Chorus)
Manchmal tut ehrlich sein mehr weh als Spott,
Doch Wahrheit beginnt immer nur im eigenen Kopf.
(Refrain)
Wenn du Fehler suchst, schau nicht so weit,
Das Fernglas verzerrt nur die Wirklichkeit.
Sieh in den Spiegel, ganz ohne List –
Da findest du mehr, als du je vermisst.
(Bridge)
Was, wenn wir lernen uns selbst zu sehn,
Bevor wir durch andere Welten gehn?
Was, wenn Vergebung bei uns beginnt –
Wär'n wir nicht freier, als wir's jetzt sind?
(Refrain – ruhig, dann steigernd)
Wenn du Fehler suchst, schau nicht so weit,
Das Fernglas verzerrt nur die Wirklichkeit.
Sieh in den Spiegel, sei ehrlich und klar –
Dann wird auch das Bild der anderen wahr.
(Outro)
Ein Spiegel, kein Fernglas – so fängt es an,
Der Weg zu uns selbst, den nur du selbst gehen kannst
Und wenn du dich selbst im Schweigen erkennst,
All die Schatten, die du lange verdrängst,
Dann spürst du den Schmerz, doch auch, wie er heilt –
Denn wer sich verzeiht, hat am meisten geweint.