Wir leben schnell, doch keiner kommt mehr an,
jeder hat ’ne Stimme, doch wer hört sie sich noch an?
Finger auf dem Bildschirm, Herz im Flugmodus,
tausend Likes am Tag, aber nachts fehlt der Fokus.
Kinder lernen Wischen noch bevor sie richtig reden,
jeder zeigt sein Leben, doch keiner zeigt die Schäden.
Filter auf Gesichter, Filter auf die Seele,
wir vergleichen uns mit Menschen, die es selber nicht mehr fühlen.
TikTok macht Sekunden zu verlorenen Jahren,
wir scrollen durch die Nächte mit zu schweren Gedanken.
Instagram zeigt Urlaub, Körper, Geld und Erfolg,
doch hinter den Stories sitzt oft Einsamkeit im Kopf.
Früher war ein Blickkontakt mehr wert als ein Emoji,
heute schreibt man „Ich lieb dich“ zwischen Werbung und Memes, homie.
Alle wollen Reichweite, keiner echte Nähe,
wir posten unsere Wunden und nennen es dann „Ästhetik“.
Und wir rennen durch Feeds ohne Ziel,
verlieren uns täglich im digitalen Spiel.
Alle online, doch innerlich allein,
tausend Freunde — doch keiner schaut wirklich rein.
Diese Welt dreht sich immer schneller weiter,
jeder wirkt glücklich hinter seiner Fassade aus Bildern.
Sag mir: Wann haben wir verlernt zu leben?
Seit wir für Aufmerksamkeit unsere Seele hergeben.
Algorithmen kennen uns inzwischen besser als Familie,
wissen was wir fühlen durch Sekunden unserer Videos.
Wut bringt Klicks, Angst bringt Reichweite,
darum wird aus jedem kleinen Problem direkt ’ne Schlagzeile.
Menschen diskutieren nur noch in Kommentaren,
anstatt zuzuhören wird sofort mit Hass geladen.
Jeder ist Richter hinter anonymen Profilen,
doch im echten Leben würden viele nicht mal reden.
Und ich frag mich manchmal:
Wer wären wir ohne Zahlen?
Ohne Likes unter Bildern, ohne Views und Idealen?
Würde jemand noch lachen nur weil’s ehrlich ist?
Oder brauchen wir Applaus, damit wir merken wer wir sind?
Vielleicht brauchen wir weniger Bildschirmlicht,
und mehr Gespräche von Gesicht zu Gesicht.
Weniger Perfektion, weniger „höher, schneller“,
mehr echte Fehler, denn genau die machen Menschen menschlicher.
Wir rennen durch Feeds ohne Ziel,
verlieren uns täglich im digitalen Spiel.
Alle online, doch innerlich allein,
in einer Welt voller Stimmen — wer hört wirklich noch hinein?
Vielleicht ist die Freiheit nicht im WLAN versteckt,
vielleicht dort, wo man das Handy mal weglegt.
Denn am Ende fragt kein Mensch nach Likes auf dem Screen,
sondern ob wir wirklich gelebt haben — dazwischen.